Sonntag, 20. Juli 2014

Ménage: Darf`s auch ein bisschen Mehr sein?

Bei den Englischsprachigen mittlerweile fast schon etabliert haben sich die Gayromanzen mit mehr als zwei Liebenden, Ménages, also nicht die traurigen Dramen über Eck, sondern die Bücher, wo drei Personen aneinander und miteinander Freude finden. Wir deutschen Autoren und Autorinnen hinken noch hinterher, habe ich den subjektiven Eindruck. Woran liegt das eigentlich? Mögen wir die romantische Zweierbeziehung in der Literatur lieber? Behagt Ménage-Literatur den deutschen Leserinnen einfach nicht oder weichen sie dann zu den englischsprachigen Romanen aus? Was meint ihr, liebe Kolleginnen, Leserinnen und Leser?

Beispiel für eine Ménage:


(More von Sloan Parker)

Kommentare:

  1. Persönlich lese ich so was echt gerne! Witzigerweise habe ich mein erstes Love Triangle aber auch erst auf Englisch veröffentlicht. Das war nicht mal Absicht, hat sich damals einfach so ergeben. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Leser am Ende schon ein Happy End für ein Pairing erwarten. Die Dreierkonstellation macht es einfach spannender, wer sich letztlich "kriegt". Derzeit arbeite ich an einer deutschen Neubearbeitung des Buchs. Bin schon seeeehr gespannt, wie das hierzulande bei den Leserinnen ankommen wird! :-)

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    1. Also ist es eine über Eck-Geschichte und keine Ménage, wo am Ende Drei glücklich sind? Oder möchtest du genau das offen lassen, damit die Spannung steigt? Ich lese beispielsweise keine DreiECKSgeschichten, nur DreiERgeschichten :-)

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    2. Verstehst unter Ménage nur Polyamory? Ich sehe das offener - jede Form von Dreiecks/Dreierbeziehung. Da sieht man mal wieder, wie vielseitig die ganze Thematik ist! Ich mag sowohl Dreier- als auch Dreiecksgeschichten. :-)

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  2. Es gibt schöne deutsche Storys, welche von einer Ménage a trois erzählen. Zwei fallen mir auf Anhieb ein. "Unerwartet" von Melanie Hinz und "Zweifel in Worten" von Nathan Jaeger. Beide sind sehr schön geschrieben und ich würde mich freuen, wenn es mehr davon aus der Feder deutscher Schriftsteller geben würde.

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    1. Diese Bücher trage ich dann oben nach, Nele ... und flüster, flüster ... Ich habe auch einen Ménageroman geschrieben ;-)

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  3. Eine interessante Frage.

    Ich hab bisher nur ein paar Romane mit dieser Konstellation gelesen.
    Das erste Mal war schon etwas gewöhnungsbedürfig.

    Warum?
    Ich glaube, das liegt daran, dass ich mir das nicht für mich selber vorstellen könnte. Man muss sich ja auch immer ein bisschen identifizieren können.

    Aber inzwischen lese ich recht gerne auch mal "mehr".
    Es gibt einige Autoren, die das recht gut hinbekommen und es ist natürlich toll, dass es dann 3 Männer gibt, statt zwei :)

    Ich denke aber, dass sich das in Deutschland auch durchsetzen kann. Dann müssten aber auch mehr AutorInnen solche Geschichten schreiben. Das gibts ja jetzt im deutschen Gay-Genre leider nicht en masse.

    Was die Leser angeht, glaube ich nicht, dass es auf Ablehnung treffen würde, warum auch. Jeder kann machen was er will, mit wem er will. Und wenn man im Gay Genre unterwegs ist, ist man ja sowieso auch einiges gewohnt.

    Liebe Grüße
    Ramona

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    1. Interessante Denkbasis, Ramona, das "Identifizierungding" ist wohl bei den meisten Liebesromanleserinnen verbreitet. Bei mir selbst als Leserin jetzt weniger. Wahrscheinlich muss sich die Leserin auch nicht mit allen Aspekten des Romans identifizieren, aber mit einem zentralen, wichtigen.

      LG Norma

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  4. Also, ich kann dazu sagen, dass mein hier bereits erwähntes Buch mein bestverkauftes ist ^^

    Es scheint also durchaus sehr 'spannend' zu sein, etwas über eine Dreierliebe zu lesen.
    LG Nat

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