Donnerstag, 28. August 2014

Interview mit Erin F. Hota


We love Gaybooks hat die Autorin des Buchs Eric interviewt. Das Buch gibt es [hier] bei Amazon. Erin F. Hota ist bei BookRix und bei Facebook.

Das Interview:

1.) Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe bereits als Kind gerne geschrieben. Ganz kleine Texte waren das, eine halbe Seite lang oder so. Ich habe auch als 8-jährige an einem Schreibwettbewerb teilgenommen und mein Mini-Text wurde sogar gedruckt.

Als Jugendliche habe ich etliche FanFictions geschrieben. Ihr wollt nicht wissen, für welchen Künstler! Mit ca. 14 Jahren haben sich dann einige ernstere Themen in meinen Kopf geschlichen, aber ich habe mich nicht getraut, diese auf Papier zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt kam mir auch die Idee zu "Eric und Elijah", die damals noch Mick und Jake hießen.

Dann ist einige Jahre gar nichts mehr passiert. Bis auf den Tag an dem meine blauäugige Muse in mein Leben getreten ist. Eine weitere FanFiction folgte und dann hab ich so richtig losgelegt.

2) Wie schreibst du? (Computer, alte Schreibmaschine, zuerst per Hand?)

In aller Regel schreibe ich auf meinem Ipad. Es passiert aber auch, dass ich, wenn ich unterwegs bin Teile meiner Texte mit der Hand kritzele.

3.) Welches Getränk trinkst du am liebsten während des Schreibens?

Earl Grey mit Milch und Zucker. (Amerkung der Herausgeberin: Like! Erinnert mich immer an Captain Picard.)

4.) Kannst du überall schreiben oder ziehst du dich dafür immer in deine 'Schreibstube' zurück?

Zum Schreiben brauche ich absolute Ruhe. Das heisst, Schreibtisch, Türe zu, gedämpftes Licht. Auf Störungen reagiere ich sehr allergisch.

5.) Hast du optische Inspirationshilfen, beispielsweise Poster oder Kunstdrucke von alten Gemälden, vielleicht eigene Fotos?

Ja, die gibt es tatsächlich. Das sind Fotos von Künstlern, Aufnahmen von Kurzurlauben etc.

6.) Erzähl uns ein wenig über deinen Schreibprozess! Wie gehst du beispielsweise mit Schreibblockaden um? Sammelst du Ideen auf Karteikarten? Benutzt du Techniken der Ideenfindung? Wenn ja, welche?

Eine Schreibblockade hatte ich bisher noch nicht. Das liegt aber vermutlich daran, dass ich nicht jeden Tag schreibe. Durch die Pausen dazwischen kann ich einen freien Kopf bekommen und beim nächsten Mal dann wieder voll einsteigen.

Meine Ideen sammle ich per geordnetem Chaos. Ich habe einen Haufen kleiner Zettel, Notizen auf verschiedenen Geräten und auch Sprachmemos.

Ideen finden musste ich bisher nicht. Die Ideen finden mich!

7.) Schreibst du jeden Tag (Typ: emsige Schreibbiene) oder eher sporadisch?

Ich bin eine Schreibschnecke! Für eine DIN A4 Seite brauche ich in der Regel mehrere Stunden, die auf mehrere Tage verteilt sind. Ich versuche so oft wie nur möglich zu Schreiben, aber mein Alltag macht mir da oft einen Strich durch die Rechnung.

8.) Hast du eine oder mehrere reale oder nur in der Fantasie existierende Musen? Und wenn ja, ist deine Muse männlich, weiblich oder beides? Ist sie vielleicht ein Tier?

Sowohl als auch. In meiner Fantasie inspirieren mich die Charaktere, an denen ich gerade schreibe. In der Realität habe ich eine männliche, äußerst blauäugige, langhaarige Muse! :-)

9.) Hast du Lieblingsbücher und Lieblingsschriftsteller?

Oh je, jede Menge sogar. Aber bisher habe ich nich nicht DEN einen Autor gefunden, auf den ich nicht verzichten kann. Bei den Büchern ist es ähnlich. Sie müssen mich ansprechen, dann lese ich sie auch. Es kann gut sein, dass ich von einem Autor nur ein einziges Buch lese.

10.) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach als Autor unbedingt gelesen haben

Sehr schwierig! Das kommt, denke ich, darauf an, welches Genre man schätzt, was man selbst schreibt usw. Für mich z.B. ist es "Der Herr der Ringe". Ohne diese Trilogie, die ich bestimmt schon 25 mal gelesen habe, kann ich nicht leben.

11.) Zum Schluss: Hast du ein Lebensmotto?

It count's, what's inside!

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen, liebe Erin.


Dienstag, 26. August 2014

Die Verlosung von Loving Silver

Da es mir letzte Woche nicht so gut ging, blieb die Verlosung von Loving Silver leider liegen. Ich habe sie jetzt durchgeführt. Es haben sich neun Teilnehmer eingefunden, die die Frage beantwortet haben, acht hier im Blog, einer bei BookRix per E-Mail. Ich habe einen Screenshot von der Mail gemacht und [hier] eingefügt.

Little Treefrog (1)
julianeseidel (2)
theworldofbigeyes (3)
B-Hoernchen (4)
Tina Dippold (5)
Moons Gedanken und Geschichten (6)
kirsche2577 (7)
Grashopper (8)
Ataentsic (09)

Die Ziehung wurde mit RANDOM.ORG durchgeführt:


Die Gewinnerin des Buches ist Litte Treefrog, sie wird gesondert benachrichtigt. Ich danke euch allen sehr herzlich für die Teilnahme.

Sonntag, 24. August 2014

Das Pu-Dilemma oder Tiefe ist etwas für Apnoetaucher

Kennt ihr den Film Notting Hill mit Julia Roberts und Hugh Grant? Hugh führt dort einen kleinen Laden für Reiseliteratur, was krass offensichtlich ist, weil es in dem Laden und im Schaufenster nur Reisebücher gibt. Eines Tages kommt ein Passant in den Laden und fragt ihn:
„Haben Sie den neuen Grisham?“
Höflich antwortet Hugh, dass er nur Reiseliteratur hat.
Der Mann nickt, denkt einen Moment nach und fragt dann:
„Und Pu der Bär?"

Immer öfter habe ich das Gefühl, in dieser Szene praktisch gefangen zu sein, im übertragenen Sinne natürlich. Ich schreibe Erotik, E R O T I K. Meine Bücher haben keinen Anspruch und sie geben auch nicht vor, welchen zu haben. Ich schreibe keine Bücher von Shakespeareschen Qualitäten und ich lasse mich auch nicht von griechischen Tragödien inspirieren. In meinen Büchern poppen die Figuren – und zwar heftig und viel. Sie sind mitunter promisk und das schreibe ich mittlerweile in die Klappentexte, damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen.

Warum suchen also Leser ausgerechnet in meinen Büchern etwas, was sie darin nicht bekommen? Romantik zu zweit mit Treueschwüren, zärtliche Liebe, Unschuldslämmer beim ersten Mal, Niveau, Tiefe?

Tiefe ist etwas für Apnoetaucher. Bei mir gibt es Geschichten für den schnellen erotischen Gebrauch. Ich schreibe Bücher für Leute, die die Hände in den Schoß legen und dabei nicht untätig sind. Ich greife teilweise sexuelle Spielarten in meinen Büchern auf, die andere nicht mit der Kneifzange anfassen, die ihnen brisant oder zu brutal sind, vielleicht zu unromantisch. Wenn es bei mir SM gibt, dann patschen sich die Figuren nicht ein bisschen mit Paddeln auf das Pöpöchen. Wenn meine Figuren schnellen Sex wollen, dann ist er auch schnell und heftig und wird nicht hundert Seiten lang vorbereitet. Wenn eine Figur die andere bittet: „Fick mich hart“, dann tut die andere Figur das auch.

Das alles ist kein Geheimnis, ich gehe ganz offen damit um. Bitte, bitte, bitte, liebe Leserin, lieber Leser. Wenn du Pu der Bär lesen willst, dann geh WOANDERS hin!

In welchem Dilemma steckt ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserschaft?

Freitag, 15. August 2014

Brokedown Hearts von Cameron Dane


Es gibt einen neuen Band aus Cameron Danes Foster Sibling Reihe. In Brokedown Hearts lässt sie den Strafentlassenen David Joyner und den auf Zwangsurlaub geschickten Privatermittler Ben Evans aufeinandertreffen.

Das Buch beginnt mit der Entlassung von David aus dem Gefängnis und wir erleben ihn mit weichen Knien, unsicher und total in Angst, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Cameron Dane transportiert in ihren Büchern wahnsinnig viele Gefühle. Wer also auf sehr emotionale Bücher steht, der sollte sein Englisch zusammenkratzen und eines ihrer Bücher versuchen. Nebenbei bemerkt sind ihre Liebesszenen waaahnsinnig lang und zahlreich. Wer sich also ihre Bücher kurz nacheinander reinzieht, erleidet vielleicht einen Liebesszenen-Overkill. Also zwischendurch andere Autoren lesen. Lohnenswert ist die Lektüre ihrer Bücher auf jeden Fall.

Inhalt:

Ex-con David Joyner returns home knowing he must atone for his past sins. Working at an animal shelter, David keeps his head down, desperate to prove to a hostile town he’s a new man. The one time David looks up, he spots fellow motel dweller Ben, and is terrified by his attraction to the man. David doesn’t want to feel anything. He can only damage what he loves.

On a forced vacation, PI Ben Evans accepts a job to tail a recently released prisoner. What begins as an easy gig turns complicated when Ben, a controlled man, can’t deny the pang of empathy he feels for his subject, David. Ben can’t suppress his aggressive sexual desires whenever he’s near David either.

Repeatedly crossing paths, David and Ben do their best to fight their growing attraction. When passion explodes, and secrets are revealed, both men have to conquer inner demons in order to accept the others love.

Someone has turned the tables on David, though, stalking him and leaving threatening notes. Will anyone believe David if he tells? And when David’s stalker raises the stakes, can Ben find the man who has become his world in time to save their love?


Das Buch ist [hier] bei Amazon erhältlich. Die anderen Titel der Reihe sind:

A Fostered Love
Something New
Snowfall

Donnerstag, 14. August 2014

The Last Thing He Needs von J. H. Night


Tommy O`Shea wuchtet es, seine sieben Geschwister aufzuziehen, da kann er den jungen Cop Bobby McAlister in seinem Leben überhaupt nicht gebrauchen ...

Inhalt:

Tommy O’Shea is raising his seven younger brothers and sisters without any help from his drug abusing father and stepmother. Since he was fifteen years old, he's managed to keep the children fed and out of foster care. It takes up every ounce of his energy and the last thing he needs is romance complicating his life further.

Rookie cop Bobby McAlister doesn't belong in Tommy’s harsh world, but Tommy can’t push him out. As their unlikely friendship turns into a tentative relationship, they weather the daily storm of Tommy’s life with a lot of laughs and more than a few arguments.

Tommy isn't used to trusting outsiders, and he's never asked for help in his life. But when a tragedy strikes the O'Shea family and threatens everything he's fought for, he'll have to learn to do both to recover from the brutal hit.


Das Buch ist [hier] bei Amazon verfügbar. Die Leseprobe beginnt mit einem Blowjob, was im ersten Moment die Romantiker irritieren mag, aber wahrscheinlich das raue Leben von Tommy symbolisiert. Neugierig gemacht hat sie mich auf jeden Fall. Die Inhaltsangabe bietet jedenfalls ausreichend Hinweise für ganz große Dramen im Leben des jungen Mannes.

Mittwoch, 13. August 2014

Ein Interview mit den Autoren der Anthologie Postive Storys


Zum Buch Positive Storys habe ich mir etwas ausgedacht und habe der Herausgeberin 24 Interviewfragen zugeschickt. 24 Storys, 24 Fragen. Jeder Autor beantwortet die Frage/n welche dem Platz seiner Story im Buch entspricht/entsprechen. Das Buch ist [hier] bei Amazon erhältlich.

Inhalt:
24 Positive Storys - Mann mit Mann!
Aus einer Idee wurde ein Wettbewerb, daraus ein Buch für den guten Zweck. Die Autoren und alle anderen Beteiligten stiften den gesamten Erlös an einen gemeinnützigen Verein. In diesem Fall an den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz e.V. Berlin.

Die Storys handeln vor allem von Liebe, Hoffnung und der Zukunft, aber auch von dem Leid, die das Leben mit dieser Krankheit bei Männern verursachen kann. Fast jeder Aspekt einer möglichen HIV-Infektion wird angesprochen. 

Inhaltsverzeichnis:
1. Savannah Lichtenwald - Weiß ist keine Farbe
2. Mia Grieg - Ewig ist mehr als für immer
3. Karo Stein - (Un)Glück
4. Sissi Kaipurgay - Positive Einstellung?
5. Kathi Seefeld - Jeder verdient eine Zukunft!
6. Man Ri - Das Schicksal ist ein Arschloch
7. Angie Snow - Und dann war es Liebe
8. Karo Stein - Ein besonderer Pflegefall
9. Bernd Schroeder - Johannes
10. Neschka Angel - Mein Leben war ein Wunschkonzert
11. Sissi Kaipurgay – Reformkost heilt Herzen
12. Neela Faye – Engel unverhofft
13. Roderick Sweens total verrückte Woche
14. Sascha Scheiblette - Mein bester Freund hat AIDS
15. Caro Sodar - Das Paradies
16. Jane V. Shaw - Am Ende doch noch Liebe
17. Neschka Angel - Das Leben ist kein Wunschkonzert
18. Sascha Scheiblette - Verliebt trotz AIDS
19. Blake Heartland - Ich hab’s verbockt
20. Neela Faye - Hoffnungsschimmer
21. Ragna Ida Ziegel - Es war nur ein Anruf, der alles veränderte
22. Sascha Scheiblette - Rothilde von Blauhelm – Rosa Elefanten
23. J. Walther - Der dünne Boden, auf dem wir stehen
24. T.S. Nightsoul - Hab Ich Vergessen

Das Interview:

1.)
Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Seit ich die ersten Buchstaben entziffern konnte, hat mich ein Stapel Bücher begleitet. Nachdem ich viele Jahre querbeet alles gelesen habe, was mir unter die Finger kam, bin ich irgendwann bei Liebesromanen gelandet, von dort weitergewandert zur Gay Romance. Dann entdeckte ich im Internet eine Website, auf der Hobbyautoren ihre Storys veröffentlichen und dachte, hey cool, jede Menge neues Lesefutter. Innerhalb kurzer Zeit müssen sich in meinem Kopf etliche Synapsen kurzgeschlossen haben. Plötzlich war eine Geschichte da, wirbelte alles durcheinander und gab keine Ruhe, bis ich sie endlich geschrieben und veröffentlicht hatte. Mein neues Hobby hat sich schnell zur Passion entwickelt und bei dieser einen Geschichte ist es zum Glück nicht geblieben.

2.)
Wie schreibst du? (Computer, alte Schreibmaschine, zuerst per Hand?)

Ich habe ein inzwischen recht altes Netbook, das mich überall hin begleitet, wenn ich schreiben will. Obwohl ich chronologisch schreibe, könnte ich mir ein Buch per Hand zu schreiben nicht vorstellen.

3.)
Welches Getränk trinkst du am liebsten während des Schreibens?

Meistens trinke ich Kaffee oder Cappuccino, wobei beides für gewöhnlich neben mir kalt wird, wenn ich erst einmal beim Schreiben bin. Außerdem habe ich seit ein paar Wochen immer eine große Flasche Wasser neben mir stehen und zwinge mich, sie auch im Laufe der Zeit auszutrinken.
4.)
Kannst du überall schreiben oder ziehst du dich dafür immer in deine 'Schreibstube' zurück?

Ich brauche absolute Ruhe, sonst geht gar nichts. Meine Schreibstube ist seit über einem Jahr das Wohnzimmer, wo ich nahe der Terrasse das Notebook aufgebaut habe.

5.)
Hast du optische Inspirationshilfen, beispielsweise Poster oder Kunstdrucke von alten Gemälden, vielleicht eigene Fotos?

Also wenn ich schreibe, dann schau ich mir zwischendurch keine Fotos oder Bilder an, aber natürlich sieht man eine Menge heißer Pix im Internet, die einen sicher unbewusst inspiriert haben. Ich habe schon mal überlegt, ob ich, um es authentischer zu schreiben, eine Foto- oder Videoszene beschreibe, aber bisher hab ich darauf zurückgegriffen. Ich glaub, die Emotionen kommen besser rüber, wenn man das Kopfkino anstellt.

6.)
Erzähl uns ein wenig über deinen Schreibprozess! Wie gehst du beispielsweise mit Schreibblockaden um? Sammelst du Ideen auf Karteikarten? Benutzt du Techniken der Ideenfindung? Wenn ja, welche?

Mein einziges Hilfsmittel, das ich benutze, ist eine Word-Datei, um Ideen zu der jeweiligen Story zu notieren. Üblicherweise beginne ich eigentlich erst damit die Geschichte zu schreiben, wenn sie schon zu ungefähr 2/3 in meinem Kopf existiert. Manchmal reicht mir schon ein Foto, um meiner Fantasie auf die Sprünge zu helfen.
Zum Thema Schreibblockaden kann ich nicht viel sagen, da ich das Problem nicht kenne. Schließlich schreibe ich nur als Hobby und nicht hauptberuflich. Deshalb ist es mir auch egal, ob ich einmal im Monat eine Idee habe oder nur einmal im Jahr.

7.) Schreibst du jeden Tag (Typ: emsige Schreibbiene) oder eher sporadisch?

Ich bin ein fleißiges Bienchen *lach*. Geschrieben wird jeden Tag.

8.)
Hast du eine oder mehrere reale oder nur in der Fantasie existierende Musen? Und wenn ja, ist deine Muse männlich, weiblich oder beides? Ist sie vielleicht ein Tier?

Ich habe zwei real existierende Musen. Die eine ist weiblich, die andere männlich. Beide helfen mit, mit ihren sehr unterschiedlichen Sichtweisen einen Weg zu finden. Obendrein schwirrt vermutlich noch eine weitere Muse über meinem Schreibplatz, die manchmal recht schnell beleidigt ist und mich dann mit allerlei Unsinn vom Schreiben abhält.

9.)
Hast du Lieblingsbücher und Lieblingsschriftsteller?

Spontan hätte ich beinahe geantwortet: `Illettrismus´ von France Carol, aber damit hätte ich nicht nur ihren anderen Büchern Unrecht getan. Auch die Geschichten um `Charlies Welt´ von Caro Sodar sind für mich ganz großes (Bücher-) Kino.

10.)
Hast du ein ganz besonderes Lieblingskinderbuch und/oder eine Hörspielreihe, die du als Kind gerne gehört hast?

Obwohl ich als Kind sehr schlecht im Lesen war haben mich die Bücher Hanni und Nanni durch mein Leben begleitet.

11.)
Welches ist dein liebster Film in dem es um die große Liebe geht?

Für mich bleibt QaF der Favorit. Unter den Hetero-Schnulzen hat ‚Die Liebe hat zwei Gesichter‘ mit Streisand/Nick Nolte den ersten Platz.

12.)
Welches Buch sollte man deiner Meinung nach als Autor unbedingt gelesen haben?

Gute Frage, nächste Frage…. Nein, ehrlich gesagt hab ich keine Antwort. Es gibt so viele tolle, wichtige, spannende Bücher, dass es schwer ist, das EINE Buch auszuwählen. Zu mal ja auch der jeweilige Lesegeschmack sehr unterschiedlich ist. Ich sehe mich sowieso in erster Linie als Leserin und verschlinge daher so viele Bücher, wie ich in die Finger kriege und irgendwie zeitlich bewältigen kann…

13.)
Kochst du gerne?

Oh ja! Gerne, viel und fast täglich.

14.)
Was ist dein Lieblingsgericht und was findest du daran so lecker?

Tomatensuppe mit Nudeln und Hackbällchen. Das ist eben lecker. Mit Mozzarella noch leckerer.

15.)
Hast du ein Haustier? Welches?

Ja, einen Thai Siamkater (rotzfrecher Macho)

16.)
Unterstützt dich dein Partner/deine Partnerin bzw. deine Familie beim Schreiben oder pflegst du das Schreiben von Gaybooks heimlich?

Ich würde schon sagen, dass ich Unterstützung erhalte. Ich schreibe jedenfalls nicht heimlich. Klar findet das Genre nicht bei allen Anklang, aber pikiert hat sich auch noch keiner. Nunja, lesen möchte allerdings auch niemand meine Bücher, außer meine Mum. Aber so sind Mütter vermutlich!

17.)
Welchen Geruch bzw. Duft magst du am liebsten und warum?

Vanillekerzen, weil meine Wohnung dann so toll duftet und mein Parfüm Addict von Dior weil es zu mir und meinem Leben passt und weil es meinem Mann so gut gefällt.

18.)
Social Media und Internet: Fluch oder Segen für Autoren? Oder beides?

Für Indies ein must-have. Wie sonst soll man sein Buch bewerben? Das knüpfen sozialer Netzwerke ist wichtig für Autoren und bietet die Möglichkeit, ohne Verlage neue Leser zu finden.

19.)
Wie tröstest du dich, wenn du eine schlechte Rezension kassiert hast?

Nein, ernsthaft, bisher habe ich eine schlechte Rezension auf Bookrix einstecken müssen. Daran hatte ich schon erst mal zu knabbern und habe mich gefragt, ob das, was ich da mache, das Richtige ist. Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen hatte und mir Zuspruch (das obligatorische Kopf tätscheln lassen) geholt hatte, war ich mit mir soweit wieder im Reinen, dass ich auf die Kritik angemessen und sachlich reagieren konnte und das Bedürfnis, meinen Kritiker in der Luft zu zerreißen, hinter mir gelassen hatte. Es ist eben nicht einfach, sich, seinen Stil, seine Geschichten schlecht gemacht zu sehen. Aber im Endeffekt zählt nur eins: Als Autor musst du mir dir, deinem Stil und deinen Geschichten im Reinen sein, denn niemals kannst du es jedem Leser recht machen, dafür sind die Menschen und ihre Geschmäcker viel zu verschieden.

20.)
Weinst du, wenn du deine Romanfiguren in Situationen schreibst, in denen sie schrecklich leiden müssen, vielleicht sogar jemanden verlieren, den sie lieben?

Ja, tu ich… Es hat mich ziemlich gewundert, weil ich normalerweise nicht schnell weine, weder im realen Leben noch beim Lesen. Aber zum Beispiel, als ich „Hoffnungsschimmer?“ geschrieben habe, habe ich einige Tränen vergossen und bestimmt zwei Tage lang schlechte Laune verbreitet.

21.)
Welche Wörter verwendest du deiner Meinung nach beim Schreiben zu oft?

Also „da“ ist immer gern genommen… und sicherlich auch noch einige mehr.

22.)
Bei Liebesszenen: Zart oder hart? Was bevorzugst du beim Lesen bzw. Schreiben?

Am liebsten die ganz schnulzige Nummer. Mit Tränen, tief in die Augen gucken und zärtlichem Sex. Je mehr, je besser.

23.)
Hast du dich schon einmal dabei erwischt, dass eine deiner Hauptfiguren etwas anzieht, isst oder trinkt, was du selbst gerne magst, obwohl es zu diesem Chara überhaupt nicht passt? Würdest du beispielsweise einen Chara erdenken können, der Männer in Anzügen über alle Maßen liebt und sexy findet, obwohl du selbst Anzugträger schnöselig und langweilig findest (oder umgekehrt, du findest Träger von Baggy Pants total hässlich gekleidet, dein Chara steht aber drauf).

Naja, was soll ich sagen, meine Charaktere mögen alle eine Sache, mit der ich nicht viel anfangen kann ;-) Natürlich mögen sie viele Dinge, die ich auch mag, z.B. fotografieren, Wiese sensen oder Apfelkuchen. Ich achten schon darauf, ihnen nichts anzudichten, was nicht zu ihnen passt.

24.)
Zum Schluss: Hast du ein Lebensmotto?

Stehe öfter auf, als du hingefallen bist. Für mich spiegelt dieser Satz mein gesamtes Leben wieder. Wer kämpft, kann zwar verlieren, aber wer es nicht versucht, hat schon verloren. Es geht immer weiter und das halte ich mir vor Augen. Stürzen gehört dazu – aber eben auch das Aufstehen ;

Dienstag, 12. August 2014

Neuerscheinung englisch: All Kinds of Tied Down von Mary Calmes


Zwei knackige US-Marshalls, einer davon ein ehemaliger Marine, sind dafür zuständig, Tatzeugen in das Zeugenschutzprogramm zu geleiten. Das machen sie stürmisch und in All Kinds of Tied Down müssen sie so manche brenzlige Situation bewältigen, ja sie scheinen die Gefahr praktisch magnetisch anzuziehen. Der Sprung vom Kollegen zum Liebhaber könnte so einfach sein, wenn sie einander ihre Gefühle nur etwas deutlicher signalisieren würden.

Inhalt:

Deputy US Marshal Miro Jones has a reputation for being calm and collected under fire. These traits serve him well with his hotshot partner, Ian Doyle, the kind of guy who can start a fight in an empty room. In the past three years of their life-and-death job, they've gone from strangers to professional coworkers to devoted teammates and best friends. Miro’s cultivated blind faith in the man who has his back… faith and something more.

As a marshal and a soldier, Ian’s expected to lead. But the power and control that brings Ian success and fulfillment in the field isn't working anywhere else. Ian’s always resisted all kinds of tied down, but having no home—and no one to come home to—is slowly eating him up inside. Over time, Ian has grudgingly accepted that going anywhere without his partner simply doesn't work. Now Miro just has to convince him that getting tangled up in heartstrings isn't being tied down at all.


Das Buch Buch ist [hier] bei Amazon verfügbar und ist Teil der Reihe A Matter of Time:
A Matter of Time 1
A Matter of Time 2
Bulletproof
But for You
Parting Shot

Montag, 11. August 2014

Sind wir Autoren eitel? (Gilt im übertragenen Sinne auch für Blogger.)

Aber Hallo! Natürlich sind wir eitel! Der beharrliche Glaube, dass es Personen gibt, die sich von unseren Geschichten, Romanen bzw. Blogposts unterhalten fühlen, gehört sogar zur Jobbeschreibung.

Uns weht ein scharfer Wind in Form von Einsternebewertungen ins Gesicht? Die Verkaufszahlen lassen saisonbedingt zu wünschen übrig? (Die Zugriffszahlen des Blogs gehen in den Keller, weil die Leute lieber in ihren Gärten grillen, als unsere mühsam formulierten Buchtipps zu lesen?) Ein lieber Kollege stellt sich als doch nicht so lieb heraus? Hinter dem Rücken braut sich was zusammen?
Wir straffen die Schultern und machen doch weiter, setzen einen Schritt vor den anderen, wir schreiben, veröffentlichen, lächeln unsere Kollegen und Leser an, obwohl uns manchmal zum Heulen zumute ist, manche von uns bieten ihren Fans Merchandisingprodukte in Form von T-Shirts, Tassen, Autogrammkarten oder Lesezeichen an. Ich habe sogar schon einen Lippenpflegestift mit dem Aufdruck einer Buchreihe gesehen und geschenkt bekommen (der meine Lippen im übrigen ausgezeichnet pflegt). Wir ertragen, wenn andere uns wegen ein paar harmloser Werbeprodukte scheel ansehen oder sogar scharf angehen. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Warum?

WEIL WIR DAS, WAS WIR SCHREIBEN VERDAMMT GUT FINDEN UND STOLZ DARAUF SIND.

Montag, 4. August 2014

Gschmäckle oder wenn Autoren Bücher empfehlen bzw. rezensieren - Die Kunst der Zweigleisigkeit

Als We love Gaybooks als Idee vielleicht 24 Stunden alt war, gab es schon einen Kommentar, dass es ein Gschmäckle habe, wenn Autoren die Bücher anderer Autoren empfehlen, vielleicht sogar eine Rezension dazu schreiben.

Das kann man so sehen, muss es aber nicht, so, wie andere Kritiker auch keine Probleme damit haben, selbst Bücher zu schreiben, Elke Heidenreich ist das bekannteste Beispiel dafür und Kossi von Kossis Welt hat auch schon einen Unterhaltungsroman geschrieben. Roger Willemsen hat laut Wikipedia eine Sendung namens Literaturclub im Schweizer Fernsehen gemacht. Muss ich erwähnen, dass er selbst Bücher schreibt?

Wir lesen Bücher und wir schreiben Bücher. Nicht wenige von uns äußern sich auch öffentlich zu Büchern anderer Autoren, mal sind mehr freundschaftliche Bande dabei, manchmal weniger, hin und wieder lebt auch jemand seine spezielle Feindschaft zu einem bestimmten Autor aus. Selbst Autor zu sein, disqualifiziert einen nicht automatisch, Kolleginnen und Kollegen zu rezensieren. Und es hat auch kein Gschmäckle, wenn die Rezension gut begründet ist. Stellen wir uns vor, in unserem Genre würden wir einander nicht mehr rezensieren oder den einen oder anderen Buchtipp öffentlich kundtun. Dann gäbe es für uns praktisch gar keine Rezensionen mehr. Da muss man ja nur ein bisschen die Augen offen halten, wer von uns wen rezensiert. Erstaunlicherweise kommen bei aller Begeisterung für die Werke der Freundinnen und Freunde, der lieben Kolleginnen und Kollegen oft gut begründete und sachliche Rezensionen zustande, die den Leserinnen wirklich weiterhelfen können.

Rezensionen haben immer auch eine emotionale Grundlage, es gibt keine sachlichen, neutralen Rezensionen. Wer das als Ideal fordert, der muss sie von einem Roboter schreiben lassen. Und selbst solche Rezensionen wären nicht sachlich, weil hinter jedem Analyseprogramm jemand steckt, der die Liste zu berurteilenden Punkte in dieses Programm eingibt.
Freilich gibt es da und dort im Internet Ratgeberseiten, die einem sagen, wie man eine Rezension idealerweise zu schreiben hätte. Aber wer von uns sich regelmäßig mit Rezensionen befasst, der weiß zumindest theoretisch, wie man in einer höflich gegossenen Form ganz nach Vorschrift des jeweiligen Ratgebers ein Buch zu Schnecke machen kann, es mit messerscharfen, aber höflichen Worten in der Luft zerreißt und der Autor kann nicht einmal wettern, dass diese Rezension nicht gut begründet wurde oder zu unhöflich bzw. zu feindlich ist.

Die Kunst der Zweigleisigkeit liegt darin, sich für die jeweilige Rolle eine Art Kappe aufzusetzen. Ich bin jetzt Autor / ich bin jetzt Rezensent. Wer eine Rezension mit einem Lächeln schreibt, der liegt meistens richtig, wer sie mit grummeligen Zornesfalten auf der Stirn verfasst, sollte sie lieber noch ein oder zwei Wochen, besser noch, einen Monat liegen lassen. Vielleicht sieht danach die Welt schon wieder ganz anders aus.