Montag, 11. August 2014

Sind wir Autoren eitel? (Gilt im übertragenen Sinne auch für Blogger.)

Aber Hallo! Natürlich sind wir eitel! Der beharrliche Glaube, dass es Personen gibt, die sich von unseren Geschichten, Romanen bzw. Blogposts unterhalten fühlen, gehört sogar zur Jobbeschreibung.

Uns weht ein scharfer Wind in Form von Einsternebewertungen ins Gesicht? Die Verkaufszahlen lassen saisonbedingt zu wünschen übrig? (Die Zugriffszahlen des Blogs gehen in den Keller, weil die Leute lieber in ihren Gärten grillen, als unsere mühsam formulierten Buchtipps zu lesen?) Ein lieber Kollege stellt sich als doch nicht so lieb heraus? Hinter dem Rücken braut sich was zusammen?
Wir straffen die Schultern und machen doch weiter, setzen einen Schritt vor den anderen, wir schreiben, veröffentlichen, lächeln unsere Kollegen und Leser an, obwohl uns manchmal zum Heulen zumute ist, manche von uns bieten ihren Fans Merchandisingprodukte in Form von T-Shirts, Tassen, Autogrammkarten oder Lesezeichen an. Ich habe sogar schon einen Lippenpflegestift mit dem Aufdruck einer Buchreihe gesehen und geschenkt bekommen (der meine Lippen im übrigen ausgezeichnet pflegt). Wir ertragen, wenn andere uns wegen ein paar harmloser Werbeprodukte scheel ansehen oder sogar scharf angehen. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Warum?

WEIL WIR DAS, WAS WIR SCHREIBEN VERDAMMT GUT FINDEN UND STOLZ DARAUF SIND.

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