Dienstag, 21. Oktober 2014

Interview: Chris P. Rolls


Mit Wintergeboren hat Chris P. Rolls im September einen wunderschönen, vom Weltenbau sehr detailreichen Fantasyroman hingelegt. Ihr jüngstes Werk ist nur eines von vielen Büchern, mit dem sie eine immer größer werdende Fangemeinde begeistert. Und sie inspiriert andere Autoren. Mit den Büchern Irgendwie Top und Lions Roar erzählt sie eine Liebesgeschichte aus zwei Blickwinkeln und ihre Leser sind nicht etwa gelangweilt, sie sind begeistert. Bestimmt ist sie nicht die erste Autorin, die sich an so etwas herangewagt hat, aber seit diese beiden Bücher auf dem Markt sind, überlegen sich andere Autoren im Gayromance-Bereich immer häufiger, ob sie so etwas auch einmal wagen.

Ich habe Chris P. Rolls als ausgesprochen teamfähig und wohlmeinend erlebt. Wenn sie zu CSDs reist, um dort ihren Stand mit all ihren Büchern und Merchandsingprodukten aufzubauen, bietet sie anderen Autoren regelmäßig an, ihre Bücher dorthin mitzunehmen. Respekt!

Über den eigenen Tellerand zu sehen, ist nicht jedem gegeben, ihr schon.

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Inhalt von Wintergeboren:

Der Botenreiter Dalan ist ein Wintergeborener, ein lebender Frevel an den Geboten seiner Götter. Als die barbarischen Jundra in das Land Lingar einfallen, gerät er in die Hände des Heerführers Kystra. Ihre Kulturen und ihr Glaube könnten nicht unterschiedlicher sein, zudem macht der Krieg ihrer Völker sie zu unversöhnlichen Feinden. Dennoch entwickeln sich Gefühle zwischen ihnen, die in dieser Welt keinen Platz haben. Ein feuergeborener Krieger und ein wintergeborener Botenreiter; ein jeder folgt seiner Bestimmung.

Buch bei Amazon: Wintergeboren

Das Interview:

1.)Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe mir als Kind viele Storys ausgedacht, die ich gespielt habe und irgendwann begann ich sie dann aufzuschreiben. Nach meinem ersten Kontakt zu einem Fantasyroman wusste ich auch endlich, welcher Art meine Geschichten waren.

2) Wie schreibst du? (Computer, alte Schreibmaschine, zuerst per Hand?)

Am Laptop, wenn ich unterwegs bin an meinem Netbook.

3.) Welches Getränk trinkst du am liebsten während des Schreibens?

Unterschiedlich. Meist Latte oder Cappuccino, aber auch Cola.

4.) Kannst du überall schreiben oder ziehst du dich dafür immer in deine 'Schreibstube' zurück?

Ich kann eigentlich fast überall schreiben, solange ich Kopfhörer aufhabe und die Geräusche ringsum ausblenden kann.

5.) Hast du optische Inspirationshilfen, beispielsweise Poster oder Kunstdrucke von alten Gemälden, vielleicht eigene Fotos?

Eher selten. Ab und an inspiriert mich ein Bild zu einer Gegebenheit, meist fallen mir jedoch eher Bilder auf, die der Story zu entsprechen scheinen.

6.) Erzähl uns ein wenig über deinen Schreibprozess! Wie gehst du beispielsweise mit Schreibblockaden um? Sammelst du Ideen auf Karteikarten? Benutzt du Techniken der Ideenfindung? Wenn ja, welche?

Toitoitoi bisher hatte ich noch nie eine Blockade. Wenn es stockt, dann gehe ich meist ne Runde ausreiten und dann kommen die Ideen ganz von alleine angeflogen. Ideen sammle ich in Dateien und habe immer ein Notizbuch neben meinem Bett liegen für die Ideen im Halbschlaf.

7.) Schreibst du jeden Tag (Typ: emsige Schreibbiene) oder eher sporadisch?

Wenn ich es schaffe jeden Tag. Mein ziel sind tgl 3000 Wörter. Manchmal werden es mehr, manchmal weniger.

8.) Hast du eine oder mehrere reale oder nur in der Fantasie existierende Musen? Und wenn ja, ist deine Muse männlich, weiblich oder beides? Ist sie vielleicht ein Tier?

Meine Muse hat vermutlich so viele Gesichter wie sie mir Ideen gibt. Ich vermute, sie verbirgt sich in den Kiefernwäldern der Griesen Gegend.

9.) Hast du Lieblingsbücher und Lieblingsschriftsteller?

Viele, da ich immer viel und gerne lese. Fantasy ganz besonders, zb Melanie Rawn, Joane Bertin, Terry Pratchett, Terry Brooks.

10.) Hast du ein ganz besonderes Lieblingskinderbuch und/oder eine Hörspielreihe, die du als Kind gerne gehört hast?

Ich habe selten typische Kinderbücher gelesen. Meine Lieblingslektüre früher waren die Römischen und Griechischen Sagen.

11.) Welches ist dein liebster Film in dem es um die große Liebe geht?

Hm, schwer zu sagen, da in den meisten Filmen, die ich mag, Liebe eher eine Nebenrolle spielt. Mein absoluter Lieblingsfilm ist Herr der Ringe, aber auch Flatliners.

12.) Welches Buch sollte man deiner Meinung nach als Autor unbedingt gelesen haben?

Das hängt von jedem selbst ab, ich glaube nicht, dass die Lektüre eines Buchen jeden gleich beeinflusst.

13.) Kochst du gerne?

Eher nicht.

14.) Was ist dein Lieblingsgericht und was findest du daran so lecker?

Alles was aus Tomaten besteht kann bei mir punkten. Sie schmecken in jeder Form!

15.) Hast du ein Haustier? Welches?

Ich habe einen ganz supertollen Border Collie und Katzen, dazu mehrere Pferde, die wohl nicht ganz als Haustiere zählen.

16.) Unterstützt dich dein Partner/deine Partnerin bzw. deine Familie beim Schreiben oder pflegst du das Schreiben von Gaybooks heimlich?

Mit meiner Familie bin ich zerstritten und bisher hat sich noch keiner gefunden, der mein Leben mit mir teilen möchte.

17.) Welchen Geruch bzw. Duft magst du am liebsten und warum?

Rosenduft! Ich liebe diese Wärme und Frische, der Duft ist exklusiv und sommerlich.

18.) Social Media und Internet: Fluch oder Segen für Autoren? Oder beides?

Absoluter Segen! Ohne Internet geht für mich gar nicht mehr.

19.) Wie tröstest du dich, wenn du eine schlechte Rezension kassiert hast?

Ich lese die guten und weiß, dass nicht jeder den gleichen Geschmack haben kann.

20.) Weinst du, wenn du deine Romanfiguren in Situationen schreibst, in denen sie schrecklich leiden müssen, vielleicht sogar jemanden verlieren, den sie lieben?

Ich heule Rotz und Wasser und kann oft nicht genug sehen, um weiter zu tippen.

21.) Welche Wörter verwendest du deiner Meinung nach beim Schreiben zu oft?

Hm viele … aktuell ist das „jedoch“ und „schlucken“.

22.) Bei Liebesszenen: Zart oder hart? Was bevorzugst du beim Lesen bzw. Schreiben?

Das hängt absolut von den Charakteren ab. Ich bin ja nur Zuschauer und schreibe auf, was ich sehe.

23.) Hast du dich schon einmal dabei erwischt, dass eine deiner Hauptfiguren etwas anzieht, isst oder trinkt, was du selbst gerne magst, obwohl es zu diesem Chara überhaupt nicht passt? Würdest du beispielsweise einen Chara erdenken können, der Männer in Anzügen über alle Maßen liebt und sexy findet, obwohl du selbst Anzugträger schnöselig und langweilig findest (oder umgekehrt, du findest Träger von Baggy Pants total hässlich gekleidet, dein Chara steht aber drauf).

Wenn es nicht zu dem Charakter passt nicht. Ihre Kleidung und Vorliegen richten sich eher nach dem Bild, was ich von ihnen habe. Ab und an mögen sie evt dasselbe wie ich, aber das ist dann eher Zufall. Ich habe bisher nur einen Charakter, der mir recht nahe kommt, der hat natürlich einiges von meinen Vorliegen, ist aber dennoch in vieler Hinsicht völlig anders.

24.) Zum Schluss: Hast du ein Lebensmotto?

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.

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