Samstag, 27. Dezember 2014

The Shearing Gun von Renae Kaye


Der fünfundzwanzigjährige Hank ist ein Shearing Gun, ein Schafscherer, der in der Lage ist, im Akkord eine so hohe Anzahl von Schafen zu scheren, dass er sozusagen zur Elite der Schafscherer gezählt wird. Als er sich bei einem Sportereignis das Schlüsselbein bricht, wird er von dem Arzt Elliot behandelt. Elliot hat sich nach der Universität eine Stelle im australischen Outback gesucht, um seine Mutter zu ärgern (und weil sein Studienkredit ihn dazu verpflichtet, eine zeitlang in weniger begehrten Gegenden zu arbeiten).
Beide Männer spüren sofort eine wahnsinnige Anziehung zueinander, aber Hank fischt nicht in der Nachbarschaft. Wenn es ihn juckt, fährt er in die Stadt. Er ist nicht geoutet und das soll auch so bleiben. Seine größte Angst ist es, nicht mehr als Schafscherer engagiert zu werden, sein lukratives, saisonales Nebeneinkommen zu verlieren.

Die Autorin Renae Kaye schreibt sehr amüsant und ihre Figuren haben einen trockenen und selbstironisch Humor. Das ist herrlich zu lesen. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und aus einer schönen Männerfreundschaft heraus. Lange Zeit versucht Hank, Elliot auf Abstand zu halten, was ihm immer weniger gelingt, weil er Elliot einfach süß und heiß findet. Natürlich ist „The Shearing Gun“ dann auch die Geschichte von Hanks Coming Out, wunderbar erzählt, wie Hank grübelt und grübelt und sich windet. Ich liebe Geschichten, die auf herzerwärmende Art und Weise von den kleinen und großen Nöten der Figuren erzählen. Renae Kaye versteht es, den Alltag australischer Outbackbewohner lebensnah und spannend zu erzählen und mit ihren heißen Wünschen zu würzen.

Den Schwierigkeitsgrad des Englischs finde ich moderat, natürlich ist das Buch gespickt mit bestimmten Begriffen aus dem Schafschereralltag. Da Elliot aber auch nicht von da kommt, erklärt Hank ihm viele Formulierungen und so werden sie auch dem Leser erklärt.

Buch bei Amazon: The Shearing Gun von Renae Kaye

Ein weiterer, sehr lesenswerter Titel der Autorin ist Safe in his Arms. Ein Buch, welches angesichts des Schicksals der einen Hauptfigur nichts für Weicheier ist.