Dienstag, 30. Juni 2015

Saving Samuel von Nicole Colville


Gelesen: Saving Samuel von Nicole Colville
Sprache: Englisch (einfacher Schwierigkeitsgrad)
Ort der Handlung: England
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Feuerwehrmann Daniel rettet in einem brennenden Abbruchgebäude ein zartes Persönchen, das er zunächst für eine Frau hält. Im Krankenhaus stellt sich heraus, die Frau ist ein junger Mann names Samuel. Und Samuel ist schön, so was von engelhaft schön, dass sich mir bei der ersten Beschreibung seiner Schönheit die Nackenhaare aufgestellt haben und ich gedacht habe: Wenn das so weitergeht mit der sooo wahnsinnig außergewöhnlichen Schönheit des Charas, dann geht der Plot den Bach runter, weil das Irreale der Figur die Geschichte zu einer Karikatur werden lässt.

Und? Was soll ich sagen ... Plätscher, plätscher ...

Polizist Milo ist seit Jahren mit Daniel zusammen, irgendwie jedenfalls. Die beiden lieben sich und begehren sich leidenschaftlich, nur passen sie nicht zueinander und eigentlich verbindet sie nur Sex. Milo wird ins Krankenhaus geschickt, um in eben diesem Fall von Brandstiftung zu ermitteln, in dem Daniel die engelsgleiche Schönheit gerettet hat. Milo ist nicht gleich hin und weg von Samuel, aber nahe dran.

Jedenfalls nimmt der von der Schönheit seines Schützlings geblendete Daniel den obdachlosen Samuel mit nach Hause und lässt ihn im Gästezimmer wohnen. Milo ist nicht sehr erfreut darüber. Samuel hat Angst vor Polizisten, das gibt sich allerdings angesichts von Milos Attraktivität mit der Zeit.

Wie sich herausstellt, sind hochgefährliche Kriminielle hinter Samuel her. Während er sich also in Daniels Haus versteckt, wird die Stimmung zwischen den drei Männern immer erotischer. Und ich denke: Nee, muss ich jetzt nicht haben. Die ständig repitierte Schönheit von Samuel war so aufdringlich, dass ich keine Lust auf Sexszenen hatte. Und die gab es reichlich, reichlich, reichlich - ächz. Darüber ist der an sich spannende Grundplot abgesoffen.

Alle Figuren, bis hin zu den Nebendarstellern sind wunderbar ausgearbeitet, haben Ecken und Kanten, kleine und große Sorgen. Selbst Samuel, wenn ausnahmsweise einmal nicht seine Schönheit erwähnt wird, gewinnt als Transgender Kontur und die Figur vermag dann, Verständnis und Mitgefühl zu wecken.

Angesichts der ständig zelebrierten Schönheit von Samuel und den dutzenden Sexszenen (wenn sie nicht miteinander Sex haben, dann mit sich selbst), bleiben viele gute Ansätze des Plots auf halber Strecke stecken. Tolle Ideen werden zugunsten der überbordenden Sexszenen nur halb entwickelt. Dabei hätte ich beispielsweise gerne gelesen, weshalb Milo seine Emotionen so schwer zeigen kann. Und seine Familienstruktur war auch nicht uninteressant.

Saving Samuel ist ein Buch, was bei mir einfach nicht zünden wollte. An sich mag ich Bücher mit schönen Hauptfiguren. Anders, als Daniel und Milo war ich aber nicht unrettbar verloren, als mir Samuel vorgestellt worden ist.
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