Sonntag, 30. August 2015

Beware of Geeks Bearing Gifts von Charlie Cochet


Gelesen: Beware of Geeks Bearing Gifts von Charlie Cochet
Empfohlen von: GayLesen​
Sprache: Englisch (einfacher Schwierigkeitsgrad)
Übersetzung: Nein
Erotische Taktrate: Angenehm
Eindruck in einem Satz: Niedliches für Zwischendurch mit einem grummeligen Cop und einem Schokomuffins backenden Geek.
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Der aus einer kubanischen Einwandererfamilie stammende Quinn ist in Miami Mitglied eines SWAT-Teams. Als er angeschossen wird, langweilt er sich während seiner Genesungszeit mürrisch in seinem Appartement. Sein Nachbar Spencer, ein geekiger Webdesigner und Comicfan, der von zuhause aus arbeitet, ist schon seit einem Jahr in ihn verschossen und hat sich aber nie getraut, den großen, muskulösen Polizisten anzusprechen. Als sich nun eine Gelegenheit ergibt, ins Gespräch zu kommen, nutzt Spencer sie und kümmert sich fortan jeden Tag um Quinn. Und je mehr Zeit die beiden Männer miteinander verbringen, umso mehr fällt von Quinns rauer Schale ab und es offenbart sich eine durchaus sensible Seele in diesem Kriegerkörper mit dem Eightpack.

Spencer ist körperlich betrachtet das Gegenteil von Quinn, schlank, schmal, hell und sommersprossig. Er fährt einen Fiat wo Quinn ein Riesenungetüm fährt (sorry, ich habe die Automarke vergessen, so eine Art SUV). Diese Autos parken auf dem Anwohnerparkplatz immer nebeneinander und symbolisieren schon ein bisschen die körperlichen Unterschiede zwischen den beiden Männern. Auch wenn Spencer "cute" ist, lässt er sich dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen und versteht es, seinen Standpunkt zu vertreten, wenn er sich angegriffen fühlt.

Quinns große kubanische Familie trifft auf Spencer, "verliebt" sich sofort in ihn und adoptiert ihn gleich als Partner von Quinn, mag dieser auch noch so behaupten, Spencer sei nur ein Freund. Das Lustige daran ist, so sehr stört ihn die Erwartungshaltung seiner Familie dieses Mal gar nicht, obwohl er sonst immer total genervt ist, wenn sie ihn wieder einmal verkuppeln will. (Na woran mag das nur liegen? - Grins.)

Die zarte Annäherung der beiden Männer wird durch eine quertreibende Person torpediert. Hat Quinn genug Feuer gefangen, um seinen Süßen zu halten?

Beware of Geeks Bearing Gifts ist ein ziemlich kurzer Roman, in dem die Emanzipation eines knochenharten Polizisten während seiner Genesungszeit aus der Machowelt seines Kollegendunstkreises, wo Muskeln mehr zählen als Köpfchen, nur angedeutet werden kann. Quinn ist eigentlich selbst kein Macho, sondern privat ein liebenswerter Mann mit einer sympathischen Familie. Er ist out, insofern ist nicht seine Homosexualität das Problem.

Bei aller Kürze des Buchs fand ich die Prämisse des Plots, dass zwei ganz unterschiedliche Männer zusammenfinden wollen, die in den Augen einiger "wohlmeinender Freunde" nicht zusammengehören, durchaus lebensnah und ohne übertriebene Dramatik dargestellt. Es war schon interessant, wie die beiden praktisch in ihrem Bötchen der frischen gegenseitigen Zuneigung saßen und von unterschiedlichen beurteilenden Wellenbewegungen der jeweiligen sozialen Gruppe, die da gerade in die Wohnung von Quinn eingefallen ist, hin und her geworfen und in diese und jene Richtung gedrängt wurden, obwohl sie gerade erst zarte Bande geknüpft hatten. Ein bisschen taten mir Quinn und Spencer leid ;-)
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