Mittwoch, 23. September 2015

Upside Down von Andrew Grey


Gelesen: Upside down von Andrew Grey
Sprache: Englisch (einfacher Schwierigkeitsgrad)
Übersetzung?: Nein
Reihe: Bronco`s Boys
Erotische Taktrate: Angenehm
Eindruck in einem Satz: Erstaunlich fragil beschriebener Auftragskiller, der aussteigen möchte.
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Nach der Lektüre des ersten Bands von Bronco`s Boys, Inside Out, wollte ich eigentlich kein weiteres Buch mehr aus der Reihe lesen. Nicht, dass mir das Buch nicht gefallen hätte, aber das Ende fand ich dermaßen absurd, ich verlor die Lust daran. Jedenfalls spielt der Söldner Lo am Ende von Inside Out eher eine unrühmliche Rolle und macht dem Liebespaar dort das Leben schwer. In seinem eigenen Buch sehnt sich Lo nun nach Jahren als Söldner und Auftragskiller danach, endlich zur Ruhe zu kommen und hat keine Lust mehr auf den Stress, den so ein Killerdasein mit sich bringt. Leider ist so ein Ausstieg nicht so einfach und daher wendet er sich an die einzige Person, die er kennt, der so etwas bereits gelungen ist, an Bull.
Lo schleicht sich in dessen Club, um ihn dort abzupassen und sieht dort einen attraktiven Twink auf der Tanzfläche, den er so verführerisch findet, dass er sich dazu gesellt. Es britzelt zwischen den beiden Männern und sie küssen sich gleich auf der Tanzfläche. Irgendwie fand ich diese Situation etwas bizarr, aber sie war sexy beschrieben.
Jedenfalls kommt es nach einigen kleinen Verwicklungen an diesem Abend zu einem Gespräch zwischen Bull, dessen Freund Zack, dem Tanztwink Jeremy (ein Freund von Zack) und Lo. Zack schnappt (verbal) wie ein kleiner Pitbull nach Lo und der ist gleichzeitig amüsiert und beeindruckt. Während Zack es nicht fassen kann, dass ausgerechnet der Mann sie um Hilfe bittet, der unlängst versucht hat, Bull wieder in das Söldnerdasein zu ziehen, sieht Bull das damalige egoistische Verhalten von Lo aus Sicht eines Auftragskillers und versteht es. Er ist nicht abgeneigt, Lo zu helfen, bedingt sich aber eine Überlegungszeit aus.

Lo wartet tagelang in einem Hotelzimmer auf Bulls Entscheidung. Jeremy geht ihm nicht mehr aus dem Kopf und schnell ergründet er im Internet mit seinen Superermittlerkräften alle möglichen Informationen über den jungen Mann, einschließlich dessen Adresse, die gar nicht so weit von seinem Hotel entfernt liegt. Bei einem Spaziergang (oder sucht Lo bewusst nach Jeremy? - das bleibt offen), rettet Lo Jeremy vor einem diabetischen Schock und bringt ihn nach Hause. Britzel, britzel, die Chemie stimmt und es entwickelt sich was zwischen den Männern. Gefangen zwischen seinem immer mehr wachsenden Bedürfnis nach Liebe und Intimität und andererseits seinem Wunsch, Jeremy zu beschützen und sich besser von ihm fern zu halten, beginnt Lo mit Jeremy eine zaghafte Beziehung. Derweil rücken seine Feinde näher ...

Lo befindet sich in einer Situation, in der er sich auf andere verlassen muss. Das fällt ihm natürlich schwer, denn bisher hat er sich nur sich selbst vertraut. Das Sölderdasein hat ihn mürbe gemacht und er ist kurz davor zu zerbrechen. Insofern ist Upside Down auch kein Buch, in dem der Held irgendwie heldenhaft daherkommen würde. Streckenweise fand ich Lo in seiner Lage schon zu hilflos und unentschlossen. Insgesamt fand ich die Grundidee, dass der kleine Harmlosboy dann das Schicksal des bösen, harten Berufskillers in die Hand nimmt und mehr Antriebskraft zeigt als dieser, schon sehr interessant.

Das Ende hat mir nicht gefallen, nämlich der Grund, weshalb Lo das Söldnern gemacht hat. Da musste der Autor unbedingt noch mit der Moralkelle kommen und dem Bösen gute Absichten übergießen, damit bewiesen wird, dass er ein gutes Herz hat. Würg!

Macht nix, ich war darauf vorbereitet. Ich mag fast nie, wie Andrew Grey seine Bücher beendet. (Schon komisch ...) Upside Down ist ein Buch, das mir insgesamt gut gefallen hat und ich werde mir jetzt wohl auch Teil 3 der Reihe zulegen (aber noch nicht gleich). Ich warte, bis das Hörbuch wieder preiswert mit dem E-Book gekoppelt wird.
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