Dienstag, 13. Oktober 2015

Fire and Ice von Andrew Grey


Gelesen/gehört: Fire and Ice von Andrew Grey
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Erotischte Taktrate: Darum geht es nicht in diesem Buch
Schmelzfaktor: Extrem hoch
Eindruck in einem Satz: Das beste Buch von Andrew Grey, das ich bisher gelesen habe.
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Carter ist ein Computerspezialist bei der Polizei, der aber viel lieber ein ganz normaler Cop sein möchte und daher die Police-Academy durchlaufen hat. Auch wenn er die meiste Zeit im Büro sitzt und die Recherchearbeit macht, darf er hin und wieder mit raus auf Streife. An einem dieser Tage wird er zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen. Als die Lage gesichert ist und der Gewalttäter abgeführt wurde, findet Carter auf einem Dachboden den kleinen und überaus verängstigten Alex. Es gelingt ihm, den Jungen zu beruhigen, der sich alsbald an ihn klammert.

Mit dem herbeigerufenen Sozialarbeiter Donald hatte Carter eine leidenschaftliche Wochenendkurzaffäre. Es liegt nicht an ihm, dass daraus nicht mehr geworden ist. Donald lässt sich nie auf Beziehungen ein und wird von seinen Kollegen wegen seines distanzierten Verhaltens auch Ice genannt. Donald findet über das Wochenende keine Pflegefamilie und ist daher gezwungen, Alex in ein Heim zu geben, was Carter allerdings ü b e r h a u p t nicht einsieht. Er fordert Donald durch scharfe Argumente heraus und am Ende übernimmt Donald die Wochenenpflege für Alex selbst. Das darf er, er ist auch als Pflegevater im System eingetragen.

Natürlich hilft ihm Carter dabei, den verschreckten Jungen zu beruhigen und schließlich übernachtet Carter auf Donalds Couch.

"Fire and Ice" ist ein stiller Roman ohne vordergründige Action, dafür aber mit sehr viel Herz und Verständnis des Themas bei der Sache. Ein bisschen schont uns der Autor, was auf den Filmen zu sehen ist, die die Polizei beim Gewalttäter findet. Alex wurde systematisch verprügelt und das wurde aufgenommen und innerhalb eines illegalen Rings verkauft bzw. getauscht. Na ja - man muss nicht unbedingt in einem solchen Roman Butter bei die Fische geben, eindringlich genug ist er auch so.

Wir erleben Carter und Donald hin und her gerissen zwischen der Pflicht (sich nicht zu sehr auf den Einzelfall einzulassen) und ihren Emotionen (haben sie den kleinen Alex doch schon tief in ihr Herz geschlossen). Außerdem ist da noch die offene Frage, weshalb Donald Carter nach ihrem heißen Wochenende nicht mehr sehen wollte. In das Thema beißt sich Carter richtig fest und Donalds Fassade bröckelt Stück für Stück.

"Fire and Ice" ist ein sehr feines Buch, in dem die Figuren miteinander reden. Andrew Grey lässt seine üblichen Tricks in der Kiste und setzt sich wirklich und ernsthaft ohne künstlich konstruierte Wendungen mit dem Thema auseinander. Am Ende darf`s dann auch ein bisschen sehr dick aufgetragen sein.
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