Mittwoch, 25. November 2015

Mischa und der böse Wolf von Elena King


Gelesen: Mischa und der böse Wolf von Elena King
Sprache: Deutsch
Erotische Taktrate: Angenehm
Schmelzfaktor: Liebenswert
Eindruck in einem Satz: Trotz der Kürze des Miniwerks gewinnen die Charaktere an Kontur und Individualität und man fühlt mit ihnen mit.
http://amzn.to/1fAk5cd

Mischa und der Böse Wolf habe ich mir trotz einiger nicht ganz so wohlmeinender Rezensionen nach einer Leseprobe gekauft, die es mir gleich angetan hat. Die Shiftergeschichte mit dem Alphasheriff, der einen Verfolgten beschützen möchte, ist im Präsens geschrieben, was ich nicht so mag, hier passte die Zeitform aber, um deutlich zu machen, wie gehetzt der junge Flüchtende Mischa sich fühlt. Wir werden dicht an die Emotionen der Figuren herangeführt.

Die Autorin greift den Stereotypen Wolfswandler auf und macht etwas ganz Bezauberndes daraus. Stilistisch ist die Sprache nicht immer rund, da mögen die strengen Kritiker schon recht haben. Ehrlich gesagt hat mich das kein bisschen im Lesefluss stolpern lassen, weil die gefühlsmäßige Hinwendung der beiden Hauptpersonen zueinander so spannend zu lesen war. Bei Shiftergeschichten werden die beiden vom "Erkennen" Gepackten natürlich auch von ihren Instinkten zueinander getrieben. Der Autorin gelingt es dennoch, in den Sexszenen eine aufkeimende Zuneigung so viel wichtiger zu machen als das Instinktive.

Wie es normal für ein Werk in Kurzform ist, werden viele dramaturgische Elemente nur angerissen. Wer ewige Selbstzweifeldiskussionen bei einem widerwillig Liebenden erwartet, bevor es dann zum Akt kommt, wird hier nicht fündig werden. Andererseits hatte ich auch nicht den Eindruck, durch die Geschichte gehetzt zu werden. Es handelt sich wohl um den Anfang einer Reihe (Geschichten aus Woodland) und ich bin gespannt auf das zweite Buch.
http://amzn.to/1fAk5cd

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen