Freitag, 29. Januar 2016

Rezension kurz und bündig: Professional Distance von Silvia Violet


Rezension kurz & bündig
Gelesen: Professional Distance von Silvia Violet
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Schwierigkeitsgrad: Angenehm zu lesen
Erotische Taktrate: Yeah! (Sie passt aber zum Plot und die Sexszenen stehen nicht für sich alleine.)
Schmelzfaktor: Bittersüß
Eindruck in einem Satz: Wenn die inneren Barrieren fallen
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Der Workaholic Thorne traut der Liebe nicht und hat das Geld, sich regelmäßig den jungen Callboy Riley zu leisten. So jung Riley auch ist, schafft er es, die Fassade von Thorne zu durchbrechen und aus der Arbeitsbeziehung wird bald mehr. Mit "Professional Distance" legt die Autorin einen Roman vor, der zu bewegen weiß, ohne ein künstliches Drama aus dem Umstand zu machen, dass Riley ein Professioneller ist, vielmehr konzentriert sie sich auf die Gefühle und Nöte der Hauptdarsteller.
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Kolumne: "Wie unrealistisch ist das denn?" oder "Passt auf, was ihr euch wünscht!"

Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass Männer in Gayromances keine Hämorrhoiden haben? Statistisch betrachtet ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Ich jedenfalls habe noch keine Gayromance gelesen, in der einer der Partner dem anderen den Analverkehr aus eben jenem Grund verweigert hätte. Die kleinen und größeren Zipperlein des Alltags kommen einfach nicht vor.
In "Der Weihnachtssheriff" hatte ich für einen Moment erwogen, den Sheriff diese peinliche Hämorrhoiden anzudichten, schließlich ist er schon über Vierzig. Andererseits ist er ein Mann der sich fit hält. Ob das Buch so gut angekommen wäre, wenn ich diesen spontanen Gedanken wirklich in die Tat umgesetzt hätte?

Die Autorin G. A. Hauser lässt ihre Protagonisten gerne vorher im Bad verschwinden und auf die Toilette gehen, um sich für den Analverkehr vorzubereiten. Das kommt bestimmt im wahren Leben recht häufig vor, in der Gayromance wirkt es aber eher in einer romantischen Situation abturnend für den Leser.

Romanwelten zum Träumen haben ihre eigene Wirklichkeit. In ihnen gibt es keine eingewachsenen Zehnägel, die Frauen haben nie ihre Tage und die Männer sind alle stark und beschützend. Am Morgen ist nie die Blase voll, da gibt es wunderbar romantischen Kuschelsex. Sperma schmeckt dort appetitlich und jedenfalls bei den englischsprachigen Gayromances sind Szenen mit Anilingus fast schon die Regel. Guten Appetit!

Mittwoch, 27. Januar 2016

Kolumne: Halte dich mal selbst an das, was du in deinen Kommentaren hier schreibst!

Darf jemand, der im Glashaus sitzt, mit Steinen werfen? Diese Frage stelle ich mir tatsächlich jedes Mal, bevor ich hier eine Kolumne bzw. Glosse über das Schreiben absetze. Tatsächlich gibt es zwischen mir als Autorin und mir als Leserin nur eine bestimmte Schnittmenge. Das Schreiben eines Romans folgt anderen Regeln als das Schreiben von Kritiken und Kommentaren über Bücher.

Natürlich kann ich auch aufhören, mich über Bücher anderer Autoren zu äußern. Ich erwog das eine zeitlang. Tatsächlich rezensieren viel mehr Autoren als man so glaubt, die Bücher anderer, manche ganz offen, andere heimlich unter einem Pseudonym. Hier geht es mir aber nicht um diese Frage.

Kritisiere ich etwas, kann es durchaus sein, dass ich selbst zu meiner Zielgruppe der Botschaft gehöre. Weder mache ich als Publizistin alles richtig noch als Autorin. Mir ist das durchaus bewusst. Diese Kommentare zu schreiben, hat auch einen Lerneffekt für mich selbst. Wenn ich mich bei einem "Ups, das machst du ja selbst" erwische, kann ich dieses Ups ja abstellen, muss es aber nicht zwangsläufig. Ich hinterfrage mich als Autorin. Insofern bieten diese Kolumnen auch eine Lernkurve für mich selbst.

Meine Kommentare stellen meine persönliche Meinung dar. Man mag sie annehmen, ablehnen, sich darüber amüsieren, kann sich erzürnen. Sie sind mein Angebot an die Follower von "I love Gaybooks", ihnen den Alltag für einen Moment in irgendeiner Weise interessant zu gestalten. Schade wäre es, wenn sie einfach nur langweilen würden.

Kolumne: Der verloren gegangene Love Interest

Ich weiß ja nicht, wie es anderen Lesern und Leserinnen von Liebesromanen geht. Ich für meinen Teil bestehe darauf, dass diejenigen, die zu einem Paar werden sollen, auch ausreichend gemeinsame Auftritte haben.

Letztens las ich einen Roman mit einem langen Vorlauf. Erst wurde ellenlang das Leben des einen Charas dargstellt, dann das Leben des anderen. (Diese Autorin macht das eigentlich immer so.) Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die Figuren sich dann endlich treffen.

In einem anderen Buch, das noch auf meiner Wunschliste steht, ich weiß nicht, ob ich es jemals lesen werde (und das wird jetzt ein Schachtelsatz ...)
In diesem Buch jedenfalls wird die eine Figur nach ungefähr der Hälfte der Handlung entführt und bis sie dann befreit wird, ist das Buch fast rum. Ich weiß das aus einer Rezension.

Dann gibt es noch so eigenwillige Leute, die dem Love Interest weglaufen und sich viele, viele Kapitel vor ihm verstecken (oder in einem Kriminalfall unbedingt alleine ermitteln wollen etc., etc. etc.).

Natürlich kann man als Autor die Figuren nicht zu hundert Prozent zusammen agieren lassen, sonst hat man eine Art Kammerstück. Als Leserin von Liebesromanen interessiere ich mich aber für die Interaktion zwischen den sich Verliebenden ... ich wiederhole: DIE INTERAKTION ZWISCHEN DEN SICH VERLIEBENDEN. Der Kram drumherum erhöht natürlich die Spannung und stellt an die Figuren Anforderungen. Sie müssen sie in erster Linie gemeinsam ... ich wiederhole ... GEMEINSAM ... bewältigen. Streben die Figuren aus dramturgischen Gründen auseinander, dann muss man sie als Autor so schnell wie möglich wieder zusammenführen. Von mir aus dürfen sie sich dann kloppen oder beschimpfen, wenn sie sich im Frühstadium noch hassen oder so.

Längere Passagen über mehrere Kapitel, in denen die Figuren nicht in irgendeiner Weise zusammen agieren, strapazieren die Geduld des am Liebesroman interessierten Lesers.

Meine Kolumne bezieht sich jetzt nur auf Bücher, deren Schwerpunkt die Liebesgeschichte bildet. Sicherlich gibt es Mischformen, beispielsweise mit dem Krimi, wo der Liebesplot nur eine schöne Nebensache ist. Solche Bücher lese ich in der Regel nicht. Manchmal werden sie einem als Liebesroman untergeschoben. Das ist dann nicht sehr nett.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Rezension kurz & bündig: Full Domain von Kindle Alexander


Gelesen: Full Domain von Kindle Alexander (Teil 3 der Reihe A nice Guys Novel)
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Schwierigkeitsgrad: Ich habe einfach den Humor verschiedener Szenen (die von der Autorin lustig gemeint waren) nicht entschlüsseln können, obwohl ich das normalerweise gut kann. Ich schwanke, ob das an meinen englischen Sprachkenntnissen liegt oder einfach daran, dass ich die Szenen eben nicht komisch fand.
Erotische Taktrate: Im zweiten Teil des Buchs rappelt es mächtig im Karton
Schmelzfaktor: Hust ...
Eindruck in einem Satz: Ich liebe das Cover.
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Als Teil 3 einer Gayromance-Krimireihe schließt Full Domain mit dem coolen Marshal Kreed und dem nerdigen Computertalent Aaron die Akte "brutale Anschläge gegen Schwule". Leider legt die Autorin diese beiden Figuren so sehr jenseits der Archetypen dieser Rollen an, dass man als Leser gar nicht so schnell mitkommt, wie sie alles umwirft, auch wenn man überraschend angelegte Charaktere eigentlich mag (so wie ich). So sehr mir Kreed und Aaron auch gefallen, können sie ihr Potential in der schwerfälligen Krimihandlung einfach nicht entfalten und der Roman findet seinen Rhythmus nicht.
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Dienstag, 19. Januar 2016

Rezension kurz & bündig

Das habe ich in einer Rezensentengruppe auf Facebook geschrieben, Ich will es aber auch für mich selbst konservieren.

Ich habe jetzt die Kategorie "Rezension kurz & bündig" eingeführt, weil ich mehr Bücher besprechen möchte und wenig Zeit habe. Die Herausforderung, viel in wenig Sätzen zu sagen, macht mir Spaß. Das ist eine kleine, feine Fingerübung. Allerdings bin ich schon ein bisschen darin geübt, weil ich für meine Bücherpräsentationen auf meiner Verlagshomepage Kurztexte schreiben muss. Bei den Rezensionen mache ich das ungefähr so:

- Ein Satz für den Buchinhalt,
- ein Satz für die Figuren,
- ein Satz für meine Meinung.

Zum Glück gibt es ja Nebensätze. Wenn ich eine Rezension nur in drei Hauptsätzen schreiben wollte, dann müsste ich so lange darüber nachdenken, dass ich gleich eine lange Rezension schreiben könnte. Dann wäre es keine Zeitersparnis.

Montag, 18. Januar 2016

Rezension kurz & bündig: Hawaiian Lei von Meg Amor


Gelesen: Hawaiian Lei von Meg Amor
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Schwierigkeitsgrad: Mittel. Zwar ist das Englisch der Autorin nicht sehr schwer zu entziffern, dafür bietet sie einen bunten Blumenstrauß von speziellen Begriffen und Formulierungen, die man nur auf Hawaii bzw. im polynesischen Raum kennt. Selbst englische Muttersprachler werden da sicher das eine oder andere Mal die Stirn gerunzelt haben.
Erotische Taktrate: Ich weiß auch nicht, weshalb die Autorinnen nach ungefähr der Hälfte des Buchs die Figuren ständig in die Federn hüpfen lassen.
Schmelzfaktor: Berührend
Eindruck in einem Satz: Sensible erzählte Geschichte um zwei seelisch angeschlagene Polynesier, die miteinander Heilung suchen und finden.
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In diesem auf Hawaii spielenden Roman verlieben sich der Pilot Beau und der Künstler Matt auf den ersten Blick ineinander. Beide sind polynesischer Herkunft, wenn auch mit unterschiedlichen anderen Mixen darin. Der Autorin gelingt es, magische Elemente stimmungsvoll einzufangen und mir die seelischen Konflikte von polynesischstämmigen Menschen sensibel näher zu bringen, allerdings neigt sich der Roman am Ende doch sehr ins allzu Weinerliche.
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Sonntag, 17. Januar 2016

Ein Sturm rauscht durch die Selfpublishergemeinde - Panik! Wieder ein Plagiatsfall entdeckt!

Oha, das ist total spannend! Es gibt bei Facebook einen Hashtag ‪#‎ichbinmeinegeschichte‬

Öh ... Was ich dazu sagen möchte ... Lufthol ...

Meine Figuren springen mich geradezu an, krallen sich in meinem Gehirn fest und geben nicht eher Ruhe, bis ich ihre Geschichten erzählt habe. Am Anfang wollte ich gar nicht schreiben. Ich bin auch erst spät dazu gekommen und kann nicht angeberisch behaupten, ich hätte meine Geschichten schon als Kind/Jugendliche zu Papier gebracht. Eine lebhafte Fantasie hatte ich allerdings schon immer. Eigentlich wehrte ich mich sogar eine zeitlang dagegen, auf meinen versoffenen und hässlichen Muserich zu hören, der sich bei mir eingenistet hatte.

Wenn du täglich von einer Traube von Figuren begleitet wirst, die herumplärren, wann sie endlich rankommen, dann bist du sehr mit ihnen beschäftigt. Sie wollen doch ihre eigenen Geschichten aufgeschrieben bekommen und nicht die irgendeiner fremden Figur, die gar nichts mit ihnen zu tun hat. Also rappelst du dich als Autorin, schreibst und lernst dein Handwerk, schreibst und lernst, schreibst und lernst, beschäftigst dich mit Marketing, vielleicht mit Covergestaltung etc., etc., etc.

Bin ich mein Roman? Eigentlich nicht. Darin steckt meine Fantasie, wahnsinnig viel Denkarbeit und gelegentlich ein Zipfel eigener Erfahrung, literarisch umgesetzt und verfeinert.

Die Edition Banzini war früher ein Online-Magazin, was bedeutet, ich gebe liebend gerne meine eigene Meinung mit meinen eigenen Worten und Formulierungen kund. Bekomme ich Applaus, habe ich ihn mir verdient, werde ich verrissen, rücke ich mein Krönchen zurecht und mache weiter. Ich brauche keine fremden Federn. Ich habe meine eigenen.

Selbstdarstellungen von Autoren - Die ersten Schreibversuche machte er/sie schon als Kind ...

"Die ersten Schreibversuche machte er/sie schon als Kind ..." lese ich relativ oft in Autorenprofilen. Gähn ... Findet ihr, das reißt einen vom Hocker?

Autorenprofile sind keine Lebensläufe, mit denen man sich für eine Arbeitsstelle bewirbt. Es ist nicht verboten, in ihnen das schriftstellerische Talent zu bemühen, mit denen man seine Bücher schreibt. Im Idealfall rundet so eine Selbstdarstellung das literarische Schaffen ab. Schreibt man nicht zufällig einen Scheidungsratgeber, gehören da auch keine Scheidungen oder Trennungen rein.

Die Aussage, schon als Kind Schreibversuche gemacht zu haben, ist eine leere und langweilige Worthülse. Wenn man sich schon so angeberisch äußert, dann bitte schön richtig. Was hat man denn in dem Alter geschrieben? Als AutorIn von Romanzen kann man behaupten: Während meine Freundinnen noch mit ihren Puppen gespielt haben, erdachte ich schon kleine Liebesszenen mit Helden und holden Maiden.

Ich plädiere dafür, den Ausblick ins Privatleben kurz zu halten. Eigentlich interessiere ich mich in der Regel auch nicht sonderlich für die Brotberufe von Selfpublishern, weil das ein bisschen die Romantik nimmt. Gelegentlich können vergangene Ereignisse natürlich Teil einer Heldenlegende werden. Wer früher Flaschen gesammelt hat, um sein karges Einkommen aufzubessern, hat eine gute Heldenlegende á la "Tellerwäscherin wird Erfolgsautorin" zur Hand. Die Geschichte sollte aber einen Wahrheitskern haben, sonst macht man sich am Ende lächerlich.

Wer mag, kann kurz die Zahl seiner Kinder erwähnen, das wirkt umgänglich und menschlich. Wie die Kinder charakterlich sind, was für Schwächen und Stärken sie haben, gehört dort nicht rein. No, non, njet, nein! Ihre Privatsphäre sollte beachtet werden, ebenso die Privatsphäre des Partners.

Möchte man unbedingt Anekdoten über das persönliche Umfeld in die Selbstdarstellung schreiben, kann man sein Haustier dazu verwenden.

Wer den Pulitzerpreis gewonnen hat oder schon einmal Stadtschreiber einer berühmten Gemeinde mit mittelalterlichen Wurzeln gewesen ist, kann das gerne effektvoll in sein Autorenprofil schreiben. Hast du einen Pokal beim Buchstabierwettbewerb deiner Grundschule gewonnen, lass die Information weg. So was interessiert auch nicht, wenn du den Pokal auf der Oberschule gewonnen hast. Die Lokalzeitung in deinem Ministädtchen hat schon einmal über dich berichtet? Informiere deine Fans über Facebook oder auf deinem Blog, aber schreibe das nicht in dein Autorenprofil. Du hast dich schon einmal für den Playboy nackig gemacht? Wenn du Erotikautorin bist, gehört das unbedingt in dein Profil!

Viele Autorinnen und Autoren fangen mit dem Schreiben an, um ihren Alltag etwas farbiger zu gestalten. Irgendwann hat man das Bedürfnis, auch den Alltag anderer farbiger zu machen. Also fängt man an zu veröffentlichen. Eine Autorenselbstdarstellung kann lang oder kurz sein, das ist meiner Meinung nach egal. Aber macht sie würzig, lasst die schillern!

Meine Selbstdarstellung ist kurz, sie lautet:

"Norma Banzi lebt mit ihrem Mann und einem felinen Mitbewohner in einer kleinen, aber feinen Wohnung in Hamburg und hat noch einen Koffer in Berlin."

Ob sie so würzig ist, weiß ich nicht, bietet aber eine geballte Ladung Information über mich auf kleinstem Raum (sieht man sie sich einmal näher an):
- Ich bin verheiratet,
- habe eine Katze, die mir außerordentlich wichtig ist und mir auf der Nase herumtanzt (feliner Mitbewohner! Wäre sie mir nicht so wichtig, hätte ich nur "Katze" geschrieben),
- die Mieten in HH sind teuer, aber dennoch habe ich es gemütlich und das Beste aus meiner Wohnsituation gemacht,
- ich stamme aus Berlin und an dieser Stadt hängt auch noch immer mein Herz,
- Hamburg gefällt mir auch, sonst fände ich es in meiner Wohnung nicht so gemütlich.

Bevor die Interessenten gelangweilt von meiner Selbstdarstellung sind, ist sie auch schon wieder vorbei :-)

Welche Gedanken habt ihr euch bei der Abfassung eurer Selbstdarstellung gemacht?

Donnerstag, 14. Januar 2016

Kolumne: Können Frauen das überhaupt? / Frauen können das nicht!

Aus Gründen ...

Ich sage es noch einmal gerne und frei von jeder Ironie. Frauen können glaubwürdige Romane über schwule Männer schreiben. Sie müssen dafür kein Mann sein.

Krimischriftsteller werden auch nicht ständig gefragt, ob sie schon einmal gemordet haben, um einen guten Krimi zu verfassen. Es gibt etwas im Kopf, das nennt sich Gehirn. Und damit kann man sich Geschichten ausdenken.

Was wir nicht aus eigener Erfahrung wissen, können wir recherchieren. Männer sind nicht sooo rätselhafte Wesen, dass es umgemein kompliziert wäre, sich gute Geschichten über sie auszudenken, auch die schwulen und bisexuellen nicht.

Freitag, 8. Januar 2016

A Kind of Truth von Lane Hayes


Gelesen: A Kind of Truth von Lane Hayes
Sprache/Übersetzung: Englisch / Die Wahrheit, die ich meine ...
Schwierigkeitsgrad: Flüssig zu lesendes Englisch
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Teilweise berührender Stoff
Eindruck in einem Satz: Zärtliche und liebevolle Hauptfiguren schaffen es, das Herz zu berühren, weniger gut ist die allzu überraschende Überraschung.
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Milde Spoiler möglich.

Der junge und freigeistig aufgewachsene Rand möchte in New York mit seiner Band eine Musikerkarriere beginnen. Da der hinzu engagierte Gitarrist Terry nur so mittelmäßig ist, nimmt Rand bei dem begnadeten jungen Studenten Will Gitarrenunterricht. Will ist nerdig, total süß, schüchtern und überaus liebenswert. Sobald er Musik macht, wird er zu einer Art Musikergott.

Rand steht eigentlich offen zu seiner Bisexualität, rein geschäftlich raten ihm aber alle davon ab. Er soll in den Schrank zurückkehren, damit er als Frontman einer Band nicht den Erfolg verschreckt. Jedenfalls fügt er sich so widerwilllig, bis er eben Will kennenlernt und dieser Marketingpolitik die kalte Schulter zeigt.

Will hat ein glamouröses Geheimnis. Weshalb Wills besondere Neigung im Klappentext nicht erwähnt wird, ist mir schleierhaft. Immerhin gehört ein derartiges Thema in ein eigenes Untergenre der Gayromance, ist meine Meinung, und gehört eigentlich auch selbstbewusst beworben. Ich habe schon zu Büchern mit diesem Thema gegriffen und mochte sie auch. Davon überrascht zu werden, ließ mich jetzt doch zusammenzucken. Ich kann jetzt das Buch nicht einmal mit dem entsprechenden Stichwort im Blog taggen, weil das schon zu viel verraten würde.

Rand geht sehr zärtlich und liebevoll mit Will um, ist aber die treibende Kraft in der sich anbahnenden Beziehung. Weil er so hartnäckig und gleichzeitig lustig ist, kann Will ihm nichts abschlagen. Das sind die süßesten und liebenswertesten Momente im Buch.

Im Hintergrund lauern Wills übermächtige Eltern und versuchen, ihrem Sohn ihre eigene, extrem konservative Denkweise aufzuzwingen. Will fühlt sich in einer Falle, gerade auch, weil er finanziell von ihnen abhängig ist. Wird er seinem Herzen folgen oder beugt er sich dem Druck?
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Montag, 4. Januar 2016

Hyperliquide Selbstanpreisungen von Autoren in Klappentexten

Facebook hat so eine niedliche Erinnerungsfunktion, was man dort vor einem Jahr geschrieben hat. Das ploppte gerade bei mir hoch:
Kennt ihr das auch? Ihr klickt euch bei Amazon auf eine Buchseite und da, wo der Klappentext stehen sollte, findet ihr dann erst einmal ellenlang solche Texte wie "From the Bestselling Author bla, bla, bla,", also Werbeslogans für den Autor. Das ist für mich nervtötend. Mich interessiert nicht, ob ein Autor ein Bestsellerautor ist. Meistens ist das im Selfpublisherbereich eh maßlos übertrieben und bei berühmten Bestsellerautoren weiß ich eh, dass sie es sind, das muss ich nicht extra noch serviert bekommen.
Ich will den Klappentext lesen und mich nicht erst noch durch Selbstanpreisungen durchwurschteln müssen - hmpf ...
Was stört euch bei der Suche nach dem richtigen Buch?
Solche Posts werden leider nie altmodisch oder werden durch die reale Entwicklung entkräftet. Deshalb übernehme ich ihn einfach mal in den Blog.

Montagsfrage: Print oder E-Book, was bevorzugst du?


Seit dem Erwerb meines ersten Kindles kaufe ich fast ausschließlich E-Books. Sie stauben nicht im Regal ein, die Online-Läden haben niemals zu und wenn ich spontan Lust auf ein Buch habe, dauert es nur ein paar Minuten, bis ich es lesen kann. Durch die E-Books habe ich auch Hörbücher kennengelernt. Hin und wieder werden E-Book und Hörbücher bei Amazon in preisgünstigen Kombipaketen angeboten. Vermutlich ist das im englischen Sprachraum weiter verbreitet als in Deutschland. Jedenfalls bekommt man das Hörbüch für wenige Euros mehr mit dazu und dann kann man entweder das E-Book lesen oder das Hörbuch hören. Wenn das richtig funktioniert, ist man bei dem einen Medium immer an der Stelle, wo man bei dem anderen aufgehört hat.

(Quelle der Montagsfragen: Buchfresserchen)

Sonntag, 3. Januar 2016

Kolumne, Glosse oder wie auch immer man sie nennen mag ...

Ach, das könnte ich jeden zweiten bis dritten Tag schreiben, nämlich pointierte Meinungsbeiträge zu einem bestimmten Bücherthema. Im Prinzip rezensiert man damit nicht ein bestimmtes Buch, sondern ein übergreifendes Thema, was eben ganz nah mit Büchern zu tun hat.

Ich habe schon sooo viele Bücher gelesen, dass mir natürlich immer wieder Dinge an ihnen auffallen, die in schöner Regelmäßigkeit von einem Autor auf den anderen vererbt werden, meistens machen diese Angewohnheiten die Bücher aber nicht besser. Man neigt auch dazu, in einer Glosse bzw. Kolumne eher das anzusprechen, was einen nervt und nicht das, was einen entzückt.

Kolumnen / Glossen können noch stärkeren Hass bei Menschen auslösen als Rezensionen, ich habe es am eigenen Leib erlebt, als ich vor Jahren im Mittelpunkt eines Shitstorms stand und im Jahr 2015 einmal gewisse Aufregungsüberreaktionen erntete. Gelegentlich nehme ich mir vor, in Zukunft so etwas nicht mehr zu schreiben. Wartet man aber darauf, dass andere sich zu dem Thema äußern, was in einem brodelt und simmert, wartet man meistens vergeblich. Man muss da schon selbst ran.

Wer im Netz seine Meinung äußert, kann angegriffen werden. Selbst Kuschelkommentare eignen sich mitunter für einen Shitstorm, wobei ich das Wort Shitstorm gar nicht so gerne mag. Zwischen Aufregungsüberreaktionen zu einem bestimmten Post und dem systematischen Werfen von Shit, besteht in meinen Augen noch ein Unterschied. Das Erstere ist aus dem Augenblickzorn geboren, das Letztere will systematisch verletzen und zerstören.

Ein Bücherblog wirkt facettenreicher, wenn der Blogger sich dann und wann auch einmal zu übergreifenden Themen äußert. Jemand sagte einmal zu mir: "Du musst deinen künstlerischen Anspruch gedanklich von deinem geschäftlichen trennen." Er hat so was von Recht. Wenn ich nur noch meine Verkaufszahlen im Sinn hätte, dann wäre ich nicht mehr ich. Deshalb werde ich vermutlich auch weiterhin die Leute mit Kolumnen und Glossen quälen ... äh ... erfreuen.

Kolumne: Wie geht man mit Spoilern um?

Die einen mögen Spoiler, andere hassen sie. Spoiler sind (kurz gefasst) unwillkommene Informationen über ein Buch oder einen Film. Nun ist es aber so, dass jeder ganz individuell beurteilt, was für ihn als Information über ein Buch willkommen oder unwillkommen ist. Es gibt Leser, denen bereits der verlagsseitige Klappentext zu viel ist. Andere schimpfen sogar, wenn man als Rezensent bei einem Buch mit Happy End Garantie in der Rezension erwähnt, dass es ein Happy End hat.

Für mich ist ein Spoiler, wenn der Rezensent wesentliche Spannungselemente des Buchs in der Rezension vorwegnimmt, er beispielsweise bei einem Krimi den Täter verrät.

Unabhängige Rezensenten, also solche, die nicht erstrangig mit der Promotion des Buchs befasst sind, sondern mit dem Besprechen desselbigen, sind keine freien Marketingmitarbeiter des Verlags / Selfpublishers. Ihnen geht es in erster Linie darum, ihre Meinung zu sagen. Wenn jetzt die Marketingmasche für ein aktuelles Buch ist, beispielsweise den Namen der einen Hauptfigur zu verschweigen, dann hat man als Rezensent natürlich ein Problem. Man möchte ja den anderen Lesern auch nicht die Spannung verderben, andererseits ist es doch sehr anbiedernd, wenn man, auf Deutsch gesagt, die Marketingmasche unkritisch wie ein naives Schaf mitmacht. Geht man mit dem Flow oder bildet man sich eine eigene Meinung und drückt diese auch aus?

Mit den Spoilerwarnungen ist es so eine Sache. Ich schreibe sie mittlerweile in so einige meiner Rezensionen rein und beginne dann nicht gleich mit dem Spoiler, damit der Blick desjenigen, der den Spoiler gar nicht lesen möchte, ihn nicht zufällig und unabsichtlich liest. Bestimmt gibt es einige Leser und Leserinnen, die eigentlich keine Spoiler mögen, aber gerade von der Warnung angezogen werden, wie die Motten vom Licht.

Ich möchte hier nicht für Spoiler werben. Ich selbst mag es gerne, wenn ich vorher viel über ein Buch weiß, was ich lesen möchte, aber natürlich möchte ich auch nicht unbedingt alle wesentlichen Spannungsmomente vorher wissen. Andererseits: Wenn die eigene Meinung juckt und kratzt und sie unbedingt heraus möchte. Wenn man das dann nur mit einem Spoiler bewältigen kann, weil man sonst diese Meinung nicht begründen kann, dann kann man die Spoilerwarnung verwenden.

Kolumne: Guter Dom / böser Dom - oder: Was nicht konsensual passiert, ist eine Straftat. Punkt!

Es gibt eine oft verwendete Szene in BDSM-Romanen, da stehen mir regelmäßig die Haare zu Berge. Ich vereinfache den Ablauf jetzt für diese Kolumne.

Naivling N geht das erste Mal aus Neugier in einen BDSM-Club. Dom B wird auf ihn aufmerksam, stellt sich ihm in den Weg, zerrt ihn mit sich und sagt zu ihm: "Ich ficke dich jetzt / ich peitsche dich jetzt / ich fessele dich jetzt." (Sucht euch was aus.)
Dom G kommt hinzu und errettet N aus den Fängen des B und so kommen sich N und G näher.

Könnt ihr erraten, weshalb solche Szenen meine Kratzbürstigkeit auf den Plan rufen?

Na, kommt wer drauf?

Aaalsooo - Luft hol!

So ein BDSM-Club ist kein rechtsfreier Raum, in dem man die Gäste nach Belieben hin und her schleudern kann, sie mal eben zur eigenen Triebabfuhr benutzt und Fragen erst hinterher oder gar nicht stellt. Diese oft verwendete Szene suggeriert dem Leser, dass in BDSM-Clubs regelmäßig Menschen gegen ihren Willen gewalttätigen Akten unterzogen werden, die zu naiv sind, besser auf sich aufzupassen und einen Dom mitzunehmen, der sie beschützt.
a.) Es wird unterstellt, dass die Betreiber solcher Clubs in ihren Etablissements Straftaten zulassen und bei nicht konsensualen Akten wegsehen.
b.) Es wird unterstellt, dass dominant veranlagte Menschen ihre Neigungen ohne Rücksicht auf Verluste hemmungslos ausleben.
c.) Es wird unterstellt, dass Subs Idioten sind.
d.) Es wird unterstellt, dass man Menschen an der Nasenspitze ablesen kann, ob sie dominant, devot oder was auch immer sind.

Achtung! Es geht mir hier nicht um die Frage, welche Akte im Rahmen einer konsensualen Session stattfinden. Die können sich, wenn sie es im gegenseitigen Einverständnis machen, so viel peitschen, fesseln und brutal durchnudeln lassen, wie auch immer sie wollen.

Ich bewege mich nicht in BDSM-Kreisen, habe also nicht die große Ahnung davon. Die wenigen Menschen, die ich kennenlernte und die offen dazu stehen, waren ausgesprochen höfliche und liebenswerte Menschen. Sie würden niemals, niemals, nie etwas machen, was nicht mit dem Partner abgesprochen worden ist.

Wie kommen solche guter Dom / böser Dom Szenen überhaupt zustande und wie stellen sich solche Autorinnen eigentlich einen BDSM-Club vor? Nicht jeder, der in einen solchen Club geht, ist entweder devot oder dominant veranlagt. Es gibt so viele Kinks, die man in einem gut geführten und ausgestatteten Club ausleben kann. Woher ich das weiß, obwohl ich mich doch gar nicht in der Szene bewege? Neugier und Recherche!

Solche Szenen gehören übrigens zu einem der Gründe, weshalb ich bei BDSM-Romanen oft zögere zuzugreifen. Ich kann das einfach nicht ab und da bleibt immer ein bitterer Beigeschmack.

Bin ich nun generell gegen guter Dom / böser Dom Szenen? Nein, für mich gehören sie in die Romanwelt der Fantasy, wo man einen größeren Spielraum hat, wenn man eine Sklavenhalterkultur darstellt. Das wäre dann aber ein Thema für eine andere Kolumne.

Samstag, 2. Januar 2016

Something in the Way he needs von Cardeno C.


Gelesen: Something in the Way he needs von Cardeno C.
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Schwierigkeitsgrad: angenehm und komplikationslos zu lesendes Englisch
Erotische Taktrate: Moderat, die Szenen passen zur Handlung
Schmelzfaktor: Süß bis heiß
Eindruck in einem Satz: Ein grumpiger Dom, ein süßer, etwas trotteliger Sub, der das Leben seines Liebsten total umkrempelt, und ein für mich schockierender, dramatischer Moment in der Beziehung
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Der erfahrene Polizist Asher ist ein dominanter Mann und privat gerne in der BDSM-Szene unterwegs, wo er ein recht erfolgreicher, wenn auch nicht sonderlich raffinierter Dom ist. Er mag es in jeder Hinsicht einfach und unkompliziert. Daher ist beispielsweise auch seine Wohnung eher nüchtern eingerichtet.

Als sein Freund und Kollege Olli ihn zu seinem Jungesellenabschied nach Las Vegas einlädt, ist er eher genervt, in Stripclubs mit weiblichen Stripperinnen zu gehen. Aber Oliver ist der Bräutigam.

Die Langeweile von Ash ändert sich schlagartig, als er Olivers Halbbruder Daniel kennenlernt. Obwohl Daniel nicht in Ashs übliches Beuteschema passt, möchte er den jungen, charmanten Mann, der regelmäßig über seine eigenen Füße stolpert, unbedingt für sich erobern.

Ash ist besitzergreifend und Daniel hat eine devote Neigung. Es britzelt und bratzelt zwischen den Männern und Ashs besitzergreifende Eifersucht macht sogar einen Teil der Anziehungskraft aus, die Daniel für ihn empfindet. Doch dann macht Asher einen schwerwiegenden Fehler, der alles in Frage stellt ...

Uh - der "Fehler" hatte es wirklich in sich. Da musste ich schwer schlucken. Mit welcher Handlung er das Vertrauen seines Subs als Dom missbraucht hat, verrate ich natürlich nicht.

Eigentlich wurde uns Ash von der Autorin als selbstsicherer Dom vorgestellt und er schafft es auch über weite Strecken des Buchs, also solcher zu agieren. Ash bewegte sich zwar vor Daniel in der BDSM-Szene, die beiden als Paar zusammen, aber nicht. Dann kommt diese eine Szene und ich war als Leserin genauso schockiert und traurig wie Daniel. Oha!

Gut an dem Buch fand ich den Ansatz, dass BDSM eben nicht das Abspulen von Poklatschen, Peitschen und Fesselungen ist, sondern das, was die Partner daraus machen, welche Bedürfnisse sie haben. Ash lässt sich auf die Bedürfnisse von Daniel ein und findet dadurch seine eigene Dom-Befriedigung, was ihn sehr überrascht.

Das, was Ash in dieser einen Szene von Daniel verlangt, ist so weit außerhalb der Bedürfnisse von Daniel, was Ash auch weiß, dass das Verhalten von Ash einen krassen Vertrauensbruch darstellt.

Ich habe das Buch geliebt, den grumpigen Ash, den trotteligen Daniel, der sich im Leben nicht entscheiden kann, was er beruflich macht und deshalb alles ausprobiert (erstaunlich erfolgreich - übrigens). Bis zu eben dieser Stelle. Wie kann Ash DAS kitten? Das fragte ich mich. Für mich persönlich ist ihm das nicht gelungen. Ich hätte ihn viel, viel mehr leiden lassen. Aber ich bin auch keine Sub.
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Freitag, 1. Januar 2016

Leseliste Dezember 2015

  • Black, Olivia: Unexpected Mate [Amazon]

    Dieser Ménageroman über zwei Wolfswandler und einen Jaguarwandler war nicht ganz so gut, wie ich es mir erhofft hatte, aber durchaus unterhaltsam. Immerhin bietet er den neuen Aspekt, dass der Jaguar in den anderen beiden zwar seine Seelenpartner erkennt, die anderen beiden aber keine Mates zueinander sind. Wie dieses Problem gelöst wird, das ist die interessante Frage.
  • Chase, T. A.: Remove the Empty Spaces: [Amazon]
    Beginn einer unterhaltsamen Reihe namens Rags to Riches in der einsame, aber wohlhabende oder reiche Männer die Liebe finden. Die Prämisse ist ungefähr: Auch mit viel Geld kann man einsam sein. Liebe kann man nicht kaufen, aber wenn man die Arme öffnet, fliegt sie einem vielleicht zu.
  • Chase, T. A.: Close the Distance [Amazon]
    Teil 2 von Rags to Riches bleibt angenehm und spannend zu lesen. Die Schwulenfeindlichkeit von Ions Mutter bringt ihn näher mit Adrien zusammen. Zum Glück halten Adriens Elten zu dem Paar.
  • Chase, T. A.: Following His Footsteps [Amazon]

    In Teil 3 von Rags to Riches treffen wir auf den ausgebrannten englischen Manager Winston, der sich in den Assistenten Patrick verliebt. Wieder sind es die Eltern, die versuchen, dazwischenzufunken. Die Autorin hält an ihrem Konzept fest und man trifft auf bekannte Formulierungen und weiß schnell, wie es langgeht. Macht nix, die Geschichte ist was für die Komfortzone.
  • Chase, T. A.: Anywhere Tequila Flows [Amazon]
    Der Manager Sidney betreibt als Hobby einen gut gehenden Club und verliebt sich dort in den Barmann Tito, einen ehemaligen Straftäter. Teil 4 von Rags the Riches ist vom Plot her spannend, dennoch ermüden die immergleichen Handlungsabläufe während der Bettszenen so langsam. Da bemüht sich die Autorin nicht sehr um Variationen, die die Leser bei Laune halten. Teil 5 und 6 der Reihe werden also warten müssen, bis ich etwas Abstand zu ihr gewonnen habe.
  • Cullinan, Heidi: Sleigh Ride [Amazon]
    Buch zwei der Reihe Minnesota Christmas. So richtig gut hatte mir Teil 1 nicht gefallen, dennoch gab ich Sleigh Ride eine Chance. Das Buch erzählt eine wirklich liebenswerte Geschichte zwischen einem Bibliothekar und einem Holzfäller in einer amerikanischen Kleinstadt. Die Liebesgeschichte ist auch ganz gut, aber ergreifend ist eigentlich der Hintergrundplot. Der Holzfäller hat einen kleinen Neffen, der seine Puppe heiß und innig liebt. Seine Mutter verbietet ihm aber, sie zu Events mitzunehmen. Der Bibliothekar weiß Rat, wie man die Mutter davon überzeugen kann, ihren Sohn so sein zu lassen, wie er möchte. Sooo süüüß!
    Cullinan, Heidi: Winter Wonderland [Amazon]
    Buch drei der Reihe Minnesota Christmas. Angespornt von dem ergreifenden Inhalt von Sleigh Ride griff ich zu Winter Wonderland und war nach einem guten Anfang genervt. Paul kennt man schon als Nebenfigur aus Buch eins und zwei und er ist schon ziemlich lange out. Plötzlich und total überraschend präsentiert uns die Autorin seine extrem schwulenfeindliche Sippe und Paul wird plötzlich zum Weichei. Das kann ich gar nicht ab und habe das Buch abgebrochen.
  • Gale, Avon: Breakaway [Rezension]

  • Hauser, G. A.: Bound to You [Rezension]
  • Hauser, G. A.: COPS [Amazon]
    Von diesem Buch habe ich mir mehr versprochen. Die Männer sind zwar ganz nach meinem Geschmack, aber irgendwie zündete die Geschichte nicht bei mir. Ich mochte es auch nicht, wie sie ständig im Dienst herumgemacht haben. Gut, das stand in der Beschreibung, dennoch war ich überascht, dass es im Prinzip wirklich fast nur darum geht. Wer also einen entsprechenden Kink hat (Sex während des Dienstes, im Polizeiauto, während einer Durchsuchung, ...) wird hier bestens bedient.
  • Hope, Jamie: Glühendes Verlangen [Amazon]
    Zu teure, aber gute Ménage-Kurzgeschichte um eine taffe Frau, die zwischen zwei Männern steht. Sie macht die Ansagen, nicht die Kerle und das fand ich ganz wunderbar.
  • Jakes, Keely: Luckys Sieben [Amazon]
    Unterhaltsam zu lesender Kurzroman über eine Gruppe von Veteranen (Tierwandler), die im Lotto gewinnen. Der Anführer verliebt sich in den Assistenten.
  • Knox, Nix: Yogi and the Bear: [Amzon]
    Obwohl das Buch einen reizenden und vielversprechenden Anfang hatte, brach ich es ab. Unvermutet tauchte ein Familiendrama mit einer schwangeren Schwester auf. Das nervte!
  • Mad. Cat T.: Mistle [Amazon]
    Märchenhaft anmutende Geschichte mit einem nordischen Gott und einem verwirrten Geschäftsmann. Passt!
  • Michael, Sean: Three to get Ready [Amazon]

    Von der Autorin mag ich nur die Mannie-Romane, von denen ich fast alle gelesen habe. Dieser hier wirkte mir aber trotz des bewegenden Umstands, dass das zu behütende Kind blind ist, doch etwas zu routiniert geschrieben. Schade!
  • Nias, Bianca: XMas@Bruns_LLC: Lions Love Christmas [Amazon]
    Feines kleines Weihnachtsbuch für die Fans der Reihe mit viel Herz und Liebe geschrieben.
  • O`Connor, Doris: Taken by her Alien Warriors: [Rezension]
  • O`Connor, Doris: Rescued by her Alien Warriors [Rezension]
  • O`Connor, Doris: Sunshine and Love [Amazon]
    Ein tätowierter Biker bewirbt sich bei einem distinguierten Geschäftsführer als Kindermädchen für dessen Baby. Es funkt sofort zwischen ihnen, aber Aaron, der Geschäftsführer, möchte nicht Dienstliches mit Privatem vermischen. Doch lässt sich ignorieren, was so heiß lodert? Sexy Kurzgeschichte mit dominant / devotem Einschlag. Heiß!
  • Rivers, C. J.: Der gestiefelte Kater [Rezension]
  • Smith, T. M.: Fame and Fortune [Amazon]
    Zwei menschenfreundliche Gründer einer florierenden Gaypornoproduktion verlieben sich in einen jungen Obdachlosen und nehmen ihn bei sich auf. Netter und unterhaltsamer Ménageroman.
  • Via, A. E.: Blue Moon [Amazon]
    Weshalb ich das Buch erst jetzt gekauft habe, obwohl ich die Bücher der Autorin wahnsinnig gerne lese, weiß ich nicht. Irgendwie hatte ich wohl keine Lust auf Fantasy. Dabei ist dieses Buch gar keine Fantasy. Blue Moon ist ein Nightclub und sein Eigentümer, der indianischstämmig Angel, wird wegen seines guten Aussehens und seiner langer Haare begehrt. Er möchte aber mehr als nur One Night Stands mit Bewunderern, die mit ihm als Eroberung angeben wollen. Bei einem Zwischenfall muss die Feuerwehr anrücken und er verliebt sich in Max, den Feuerwehrmann. Die Geschichte ist süß, heiß und wieder total unrealistisch. Ich liebe sie.
  • Via, A. E.: Blue Moon II [Amazon]
    Die Beastmasters, das SEAL-Team, dem Angels Vater Shot angehört, gehen gegen die russische Mafia vor. In diesem Buch finden mehrere Paare zueinander und die Autorin jongliert sehr geschickt mit den jeweiligen Point of Views.
  • Wayland, Samantha: Checking it Twice [Amazon]
     
  • Diese Kurzgeschichte ist praktisch zu zwei Dritteln eine super heiße Sexszene. Oha! Mir Luft zufäche! Die Bücher, in denen Mike und Alexei vorkommen, sind alle heiß:
    Crashing the Net (Hauptfiguren)
    Home and Away (freundlich kümmernde Nebenfiguren)
  • Wolf, Sophia: Doppeltes Kreuzfahrt ins Vergnügen [Amazon]
    Nein, ich habe mich nicht vertippt, der Titel ist wirklich grammatikalisch falsch. Dennoch ist die M/M/F-Geschichte durchaus ansprechend in ihrem Entwurf. Leider wird sie am Ende abgewürgt, bevor sie überhaupt in Fahrt kommt. Die Autorin schindet Seiten, indem sie die gleiche Bonusgeschichte in das Dokument einfügt wie bei "Schmutzige Begierden". Na ja ...
  • Wolf, Sophia: Schmutzige Begierden [Amazon]
    Kein schlechtes Historical M/M/F-Ménage, aber die Autorin schindet Seiten, indem sie am Ende noch eine Kurzgeschichte hinzufügt, die nix mit dem Plot zu tun hat. Immerhin kostete diese Geschichte mich nix, weil sie für 0,00 € angeboten wurde.
  • Zinva, Coco: Boxhandschuhe und Perlenkette [Amazon]
    Hier bekommt die taffe Nina aus "Boxhandschuhe und Seidenkrawatte" ihren heißen Kerl ab. Das Buch ist fast so gut wie sein Vorgänger, allerdings war mir Brutus am Ende eine Spur zu hilflos gezeichnet. Dennoch lesenswert!