Samstag, 2. Januar 2016

Something in the Way he needs von Cardeno C.


Gelesen: Something in the Way he needs von Cardeno C.
Sprache/Übersetzung: Englisch/nein
Schwierigkeitsgrad: angenehm und komplikationslos zu lesendes Englisch
Erotische Taktrate: Moderat, die Szenen passen zur Handlung
Schmelzfaktor: Süß bis heiß
Eindruck in einem Satz: Ein grumpiger Dom, ein süßer, etwas trotteliger Sub, der das Leben seines Liebsten total umkrempelt, und ein für mich schockierender, dramatischer Moment in der Beziehung
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Der erfahrene Polizist Asher ist ein dominanter Mann und privat gerne in der BDSM-Szene unterwegs, wo er ein recht erfolgreicher, wenn auch nicht sonderlich raffinierter Dom ist. Er mag es in jeder Hinsicht einfach und unkompliziert. Daher ist beispielsweise auch seine Wohnung eher nüchtern eingerichtet.

Als sein Freund und Kollege Olli ihn zu seinem Jungesellenabschied nach Las Vegas einlädt, ist er eher genervt, in Stripclubs mit weiblichen Stripperinnen zu gehen. Aber Oliver ist der Bräutigam.

Die Langeweile von Ash ändert sich schlagartig, als er Olivers Halbbruder Daniel kennenlernt. Obwohl Daniel nicht in Ashs übliches Beuteschema passt, möchte er den jungen, charmanten Mann, der regelmäßig über seine eigenen Füße stolpert, unbedingt für sich erobern.

Ash ist besitzergreifend und Daniel hat eine devote Neigung. Es britzelt und bratzelt zwischen den Männern und Ashs besitzergreifende Eifersucht macht sogar einen Teil der Anziehungskraft aus, die Daniel für ihn empfindet. Doch dann macht Asher einen schwerwiegenden Fehler, der alles in Frage stellt ...

Uh - der "Fehler" hatte es wirklich in sich. Da musste ich schwer schlucken. Mit welcher Handlung er das Vertrauen seines Subs als Dom missbraucht hat, verrate ich natürlich nicht.

Eigentlich wurde uns Ash von der Autorin als selbstsicherer Dom vorgestellt und er schafft es auch über weite Strecken des Buchs, also solcher zu agieren. Ash bewegte sich zwar vor Daniel in der BDSM-Szene, die beiden als Paar zusammen, aber nicht. Dann kommt diese eine Szene und ich war als Leserin genauso schockiert und traurig wie Daniel. Oha!

Gut an dem Buch fand ich den Ansatz, dass BDSM eben nicht das Abspulen von Poklatschen, Peitschen und Fesselungen ist, sondern das, was die Partner daraus machen, welche Bedürfnisse sie haben. Ash lässt sich auf die Bedürfnisse von Daniel ein und findet dadurch seine eigene Dom-Befriedigung, was ihn sehr überrascht.

Das, was Ash in dieser einen Szene von Daniel verlangt, ist so weit außerhalb der Bedürfnisse von Daniel, was Ash auch weiß, dass das Verhalten von Ash einen krassen Vertrauensbruch darstellt.

Ich habe das Buch geliebt, den grumpigen Ash, den trotteligen Daniel, der sich im Leben nicht entscheiden kann, was er beruflich macht und deshalb alles ausprobiert (erstaunlich erfolgreich - übrigens). Bis zu eben dieser Stelle. Wie kann Ash DAS kitten? Das fragte ich mich. Für mich persönlich ist ihm das nicht gelungen. Ich hätte ihn viel, viel mehr leiden lassen. Aber ich bin auch keine Sub.
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