Montag, 23. Mai 2016

His favorite Color is Blood von K. A. Merikan


Gelesen: His favorite Color is Blood von K. A. Merikan (Sex & Mayhem Book 8)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Gelegentlich werden unübliche Vokabeln benutzt, die man erst nachschlagen muss und selbst dann versteht man den Satz danach machmal nicht. Daher gerät der Lesefluss dann ins Stocken.)
Erotische Taktrate: Mittel
Schmelzfaktor/Eindruck in einem Satz: Spagat zwischen Dunkelheit und Anschmiegsamkeit
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Dass die Mitglieder des Motorradclubs Coffin Nails als Sargnägel bezeichnet werden, ist kein Scherz. Sie sind so gefährlich und kriminell, wie sie aussehen. Grim ist der schlimmste Auftragskiller des Clubs. Bei einem Auftrag findet er den Gefangenen Misha, einen amputierten Pornodarsteller für den etwas ... äh ... eigenwilligen Geschmack. Grim ist seit Jahren Fan von Misha, den er nur als Andrej kennt.

Misha ist Gefangener einer Organisation, die grauselige, perverse Sexvideos der schlimmsten Sorte ins Darknet stellt. Als er von einem furchterregenden, blutbespritzten Biker befreit wird, glaubt er, vom Regen in die Traufe zu kommen. Aber so blutdurstig Grim auch ist, er hat eine sanfte Seite, die er Misha zeigt. Kann es zwischen dem gebrochenen und verängstigten Gewaltopfer und dem blutrünstigen Killer mit dem Fetisch für Amputationen eine echte Liebe geben? Diese Frage erforscht das Buch "His favorite Color is Blood".

Im Buch bezeichnet sich Grim einmal selbst als Psychopath und da ist auch viel Wahres dran. Er ist aber durchaus in der Lage, seinen Blutdurst in Richtung der Feinde zu kanalysieren. Als jemand, der nach Liebe sucht, ist er wie "ganz normale" Männer, manchmal unbeholfen und sehr sehnsüchtig. Für ihn ist Misha der ideale Partner. Ihn zu verführen ist aber gar nicht so leicht.

Für Misha ist es keine Frage der Moral, sich dem Killer der Coffin Nails entziehen zu wollen. Der junge Mann hat schon so viel erleben müssen, dass er keine juristischen Bedenken hegt. Für ihn ist nur wichtig, dem Schmerz zu entkommen. Er kann sich nicht sicher sein, ob der gutausehende Grim nicht doch irgendwann die Beherrschung ihm gegenüber verliert. Also bleibt Misha vorsichtig, kann sich der Anziehungskraft andererseits aber auch nicht entziehen. Lieber will er sich selbst töten, als noch einmal der Sexsklave eines perversen Monsters zu sein. Es ist also an Grim, ihm zu beweisen, dass der zwar einen Kink hat, aber mehr in Misha sieht, als einen Fetisch.

Grim folgt durchaus einem moralischen Leitfaden, wenn es ums Töten geht. Wer sich auf die Buchserie einlässt, dem muss aber klar sein, dass ihre Charas sich jenseits eines juristisch korrekten Lebens bewegen und tief in der organisierten Kriminalität stecken. Sie sind da auch nicht zimperlich. Die Liebe von Misha und Grim ist gelegentlich zuckersüß. Die Romanze selbst ist also eher klassisch aufgebaut, findet aber eben in einem hoch gefährlichen und kriminellen Umfeld statt. Ich werde vielleicht nicht alle Bände der Buchserie lesen, aber ein zweites Buch befindet sich schon auf meinem Reader
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Kolumne: Von Rezensionen lernen

Von Rezensionen lernen ...

Gelegentliche Seufzer von Rezensenten oder Rezensentinnen darüber, wie schwierig der Umgang mit Autoren und/oder deren Fans mitunter sein kann, münden nicht selten in der Äußerung, ein Autor könne doch durchaus was aus Rezensionen lernen.

Setze ich mir die Rezensentinnenkappe auf, denke ich das ehrlich gesagt mitunter bei der Abfassung meiner eigenen Buchbesprechungen auch. Ha, ha, wie eitel ich doch bin!

Schwupp, die eine Kappe abgeschüttelt und die Autorinnenkappe aufgesetzt! Als Autorin denke ich bei solchen Äußerungen amüsiert: Kann man, muss man aber nicht!

Rezensenten sind keine Testleser! Klar, manchmal schreiben Testleser auch Rezensionen, das meine ich aber nicht. Meistens bekommen die Rezensenten ein Buch aber zu lesen, NACHDEM es abgeschlossen worden ist. Alles, was sie dazu sagen, ist also eine Nachschau. Der Autor ist dann längst an dem nächsten Buch dran und gar nicht offen, etwas zu lernen.

Rezensionen werden für Leser geschrieben, so sehr sich die Verfasser auch wünschen mögen, dass ein Autor etwas daraus lernt. Natürlich geht eine Rezension, sei sie kritisch, neidisch, gehässig, wohlwollend oder begeistert, nicht spurlos an einem Autor vorbei. Ich weiß nicht, ob und was andere Autoren aus Rezensionen lernen. Ich habe den Umgang mit Rezensenten gelernt. Das Sprichwort "Shit happens!" passt ganz gut dazu. Egal, wie viel Mühe man in ein Buch investiert, es wird immer jemanden geben, dem es nicht gefällt und der das ungeschminkt der Welt verkündet. Fehler kommen vor, wo man sie gar nicht erwartet und mindestens eine Person wird sie der Welt mit so gewichtiger Stimme verkünden, als ginge es um deren Untergang. Das ist auch in Ordnung so.

Ich als Leserin spüre bei der Lektüre von Rezensionen manchmal eine Art inverse Logik-Effekt. Es gibt Rezensenten bei Amazon, wenn die ein Buch mit ein oder zwei Punkten bewerten, dann kann ich dieses Buch praktisch unbesehen kaufen, und es wird mir gefallen. Mein eigenes Kaufverhalten macht es mir also etwas leichter, mit miesen Rezensionen umzugehen, die andere bei meinen Büchern hinterlassen.

Richte ich als Rezensentin meine Stimme an die Autorin, ist mir natürlich bewusst, dass das reine Fiktion ist. Meine Meinung ist auch nur eine von vielen. Deshalb behilfreiche ich Rezensionen von anderen Bloggerinnen, die ich gerne lese, oft mit einem Like, selbst wenn meine Meinung in die entgegengesetzte Richtung geht. Man kann aus Rezensionen lernen, dass Meinungen verschieden sind und man sich deshalb nicht darüber aufregen muss, wenn man mal abgewatscht wird. Die Watsche tut natürlich weh. Das mache ich aber mit mir selbst aus. Dann schaue ich auf meine Verkaufszahlen und lächele.

Gerade, weil ich beide Seiten aus eigener Erfahrung kenne, nämlich die der Rezensentin und die der Autorin, weiß ich, dass beide Seiten Bücher und Geschichten lieben. Da hört aber in der Regel schon die Gemeinsamkeit auf. Äußern Rezensenten ihre ungeschminkte Meinung, ist das gut so! Weiter so, das bringt Spaß in die Bude und für jeden ist etwas dabei!

Nur eines Kinners! Rezensenten sind nicht die Lehrer von Autoren! Schreibt eure Rezensionen, um eurer Freude an dem Buch Ausdruck zu verleihen oder auch, weil ihr euch drüber ärgert. Nur erwartet nicht vom Autor, dass er nun ausgerechnet aus eurer Rezension etwas lernt. Das kann so sein, muss es aber nicht.

Freitag, 20. Mai 2016

Noah von Cara Dee


Gelesen: Noah von Cara Dee
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis Mittel
Erotische Taktrate: Mittel
Schmelzfaktor: Teilweise herzschmelzend
Eindruck in einem Satz: Ein Buch mit mitreißenden Charakteren
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Noah ist ein beruflich erfolgreicher Regieassistent in Hollywood um die vierzig, dem von Freunden "aus der Industrie" schon mehrmals gesagt wurde, dass er endlich den nächsten Schritt wagen soll, selbst Regie zu führen. In der oberflächlichen Welt der Filmstadt ist es ihm gelungen, wahre Freunde zu finden. Nur seine Freundin Emma, mit der er seit vier Jahren zusammen ist, macht Zicken. Sie gibt fleißig sein Geld aus, meckert aber gleichzeitig rum, dass er selten zuhause ist, um es zu verdienen. Seine Angebote, dass sie ihn als Angestellte in einem Filmteam bei seinen Reisen begleitet, schlägt sie regelmäßig aus. Einmal kommt er einen Tag früher nach Hause und erwischt Emma mit einem Fremden im Bett. Natürlich schmeißt er sie hochkant raus, nimmt ihr den Schlüssel für ihren Mercedes und für das Haus und sperrt ihre Kreditkarten.

Der Schmerz um ihre Untreue ist aber nicht das Schlimmste, was er bewältigen muss. Einen Tag später kommen seine Eltern, seine Schwester, ihr Mann und deren zwei Kinder bei einem Flugszeugabsturz ums Leben. Noah bricht emotional praktisch zusammen und bewältigt seinen Alltag nur, weil der Regisseur Tennyson und seine Frau Sophie (Breaking Free Teil 1 und 2) ihm eng zur Seite stehen. Die Beerdigung übersteht er nur, weil der gerade erwachsen gewordene Stiefsohn seiner Schwester, Julian, sein Herz noch berühren kann.

Julian hält es bei seinen Großeltern väterlicherseits nicht aus, da sie zu sehr in ihrer Trauer gefangen sind, und zieht nach Los Angeles zu seinem Stiefonkel Noah. Das ist der Moment, an dem Noah seine durch den Verlust ausgelöste Sauferei wieder einstellt. Die beiden Männer kommen sich emotional näher und schlafen oft in einem Bett, weil sie sich dann gegenseitig wecken können, wenn sie Alpträume haben. Bis Noah einen erotischen Traum von Julian hat. Verwirrt zieht er sich von Julian zurück, der seinerseits geknickt reagiert. Finden die beiden Männer zusammen? Und wenn ja, darf eine Beziehung zwischen (Stief)onkel und Neffe überhaupt sein?

Na ja ... Auf dieses popelige, angebliche Tabu muss man sich schon einlassen, wenn man den Roman genießen möchte. Ehrlich gesagt kennen sich Noah und Julian kaum, weil Noahs Schwester mit ihrem Mann in Berlin lebte und Julian nur selten zu den jährlichen Familientreffen mitkam. Es ist also nicht so, dass Noah wirklich eine Art Onkelstelle bei dem damals noch minderjährigen Julian eingenommen hätte. Dennoch wird aus der Konstellation Stiefonkel/Stiefneffe ein Drama konstruiert, was zum Glück aber nicht so übersteigert wird, dass es mich über Gebühr genervt hätte. Natürlich ist es schon der Motor für bestimmte Verwerfungen, die den beiden Liebenden das Leben schwer machen.

Die Figuren wirken auf eine positive Art sehr realistisch. Zu realistisch möchte man als Leserin von Romanzen seine Figuren ja auch nicht haben, denn sie müssen ja schon noch Projektionsfläche zum Träumen und mitfiebern bieten. Realistischen Alltag haben wir selbst genug. Cara Dee gelingt es, ihre Figuren ganz natürlich wirken zu lassen und ihnen dennoch den Hauch von Romanheld mitzugeben.

Gelegentlich schweift die Autorin zu sehr in der Schilderung von absolut unwichtigen Geschehnissen ab, die einfach nur den Alltag der Charaktere darstellen, die aber für den Plot keinerlei Bewandnis haben. Bis zu einem gewissen Grad ist das sicherlich ein Trick, um die Spannung hinauszuzögern, wenn der Leser eine Antwort auf bestimmte Fragen haben möchte, der Autor sie ihm aber noch vorenthalten möchte. Es gibt Autoren, die erzählen ihre Geschichten schnörkellos ohne derartige Tricks und bleiben immer schön eng am Plot. Oder wenn sie schon so agieren, dann hat die kleine verzögernde Nebenhandlung selbst einen kleinen Spannungsbogen. Das habe ich in Noah ein wenig vermisst oder es ist mir dann nicht aufgefallen, weil ich dann anfing bis zur nächsten spannenden Stelle nur noch querzulesen.

Wenn ich so zwischendurch nörgele, wirkt es so, als hätte mir das Buch nicht so gut gefallen. Aber das Gegenteil ist er Fall. Die Charaktere sind wirklich mitreißend angelegt. Ich habe es praktisch verschlungen. Außerdem werde ich heute das dritte Buch der Autorin beginnen und die Geschichte von Tennyson und Sophie, die zeitlich vor Noah spielt, wahrscheinlich auch noch lesen. Noah ist in sich stimmig (würde Alfons Schuhbeck sagen, wenn das Buch ein Gericht wäre, was er bei Lanz kocht probiert. Ach, ich vermisse diese Sendung und nehme mir gerade jeden Tag die Wiederholungen im ZDF-Neo auf.)
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Donnerstag, 19. Mai 2016

Loaded for Bear von Cheyenne Meadows


Gelesen: Loaded for Bear von Cheyenne Meadows (Shifter Harball Book 2)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis Mittel
Erotische Taktrate: Mittel
Schmelzfaktor: Herzig
Eindruck in einem Satz: Sexy, charmante Bären, die auch mit viel Gegrummel nicht verbergen können, wie viel sie einander bedeuten
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Polarbärwandler Graham steigt nach einem Karriereknick in der zweiten Baseballliga wieder in die erste auf. Dort muss er im Team mit dem stets übelgelaunten und extrem selbstbewussten Grizzlyshifter Trigger zusammenarbeiten. Schnell erkennt Graham, dass sich Trigger in der Paarungsphase befindet und geht entsprechend geduldig mit seinem Kollegen um. Wider Erwarten entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern. Trigger hat keine Probleme damit, zu seiner Homosexualität zu stehen. Graham ist nach einem schief gegangenen Outing, was seine Karriere gefährdet hat, sehr vorsichtig, obwohl ihn Trigger nicht kalt lässt. Schließlich kann Graham sich überwinden und eine heiße Freundschaft mit Extras beginnt zwischen den beiden Männern. Der Schritt, sich gegenseitig einzugestehen, dass sie mehr füreinander empfinden, ist jedoch gar nicht so leicht ...

Loades for Bear hat einen Spannungsbogen, der allerdings nicht besonders überdramatisch oder tragisch daher kommt. Die Stärke des Buchs zeigt sich in der grummelig/sympathisch/liebevollen Art, wie die beiden Bärenwandler miteinander umgehen.

Obwohl ich einige Baseballfilme sehr mag, verstehe ich überhaupt nix von dem Sport und will ihn ehrlich gesagt auch nicht verstehen. Die Szenen, in denen Graham und Trigger spielen, sind, was deren Spannungsgehalt angeht, für mich meistens blinde Flecken. Im Film geht das ja noch, wenn die Musik schon anzeigt, jetzt wird es interessant. Im Buch habe ich dann schon die eine oder andere Baseballszene überblättert. Dennoch hat mir das Buch in seiner charmanten Art gut gefallen und die Bären sind ziemlich sexy.
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Dienstag, 17. Mai 2016

Leseliste April 2016


  • Andrews, Keira: Valor on Move [Amazon]:
    Das Buch um den Präsidentensohn Rafael und seinen Leibwächter Shane hätte durchaus eine eigene Rezension verdient, nur hatte ich im April wenig Zeit. Rafael wartet geduldig auf das Ende der Amtszeit seines Vaters, damit er sich endlich als schwul outen und eine Kochlehre beginnen kann. Er verliebt sich in den neuen Leibwächter Shane und es kommt zu einer zarten Annäherung. Den Action-Teil hätte es gar nicht gebraucht. Das Buch war auch so lesenswert.
  • Carmichael, Talia: Chances (Reihe: Somthing in Common) [Amazon]:
    Die erste zwei bis drei Bände der Reihe haben mir wirklich gut gefallen. Bei Chances muss ich mich schon sehr anstrengen, mich an den Inhalt zu erinnern. Ob ich das Buch überhaupt zuende gelesen habe, fällt mir jetzt nicht ein. Das Buch hat wenig Spannungselemente. Schwierigkeiten werden zu schnell aufgelöst. Es geht um einen indianischstämmigen Sozialarbeiter mit vielen Geschwistern und einen Möbelbauer, der auch viele Brüder hat.


  • Cayto, Samantha: The Rebellious Pet [Rezension]
    Ein Sexsklave erntet Respekt und findet Liebe ...


  • Cothern, Brenda: I.N.E.T.: International Narcotics Enforcement & Tracking [Amazon]
    Alphamann Michael wird in eine Sonderheinheit berufen und muss dort ein Trainingsprogramm durchlaufen, was er hasst, weil er schon alles kann (und das ist kein übertriebenes Selbstbewusstsein). Als Genie langweilt er sich dort zu Tode. Zum Glück bietet ihm sein zukünftiger Partner, Alphamann Aaron, willkommene sexuelle Abwechselung. Dieses Buch könnte eine Wucht sein, wenn die Autorin nicht ständig den Point of View nach jedem zweiten Satz ändern würde. Das nervt ein bisschen. Das Buch soll Buch 1 einer Reihe sein. Ich bleibe ihr wohl treu, denn die Anziehungskraft zwischen den Männern ist wirklich heiß. Mal schauen ...
  • Fielding, Kim: Brute [Amazon]:
    (Das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung, beispielsweise da: [Amazon])
    Ich bin wohl die einzige Leserin, der das Buch um die Liebe zwischen einem hässlichen Naiven und dem eingekerkerten Seher nicht so richtig gefallen hat. Es hat zwar seine rührenden Momente, ingesamt fand ich aber, dass die Story halbherzig irgendwo zwischen Märchen und Fantasy stecken geblieben ist. Erzählstränge wurden teilweise nicht zuende geführt.
  • Glenn, Stormy: Flying High [Amazon]:
    Zwei Bärenwandler, Brüder, erkennen in einem dicklichen, menschlichen Camper ihren Mate. Der Mensch fühlt sich wegen seiner kleinen Speckrollen ziemlich hässlich, die Bären mögen ihren Partner schön griffig. Da die Bären Brüder sind, gibt es keine Sexualkontakte zwischen ihnen. Der Plot beginnt sehr schön und wird dann leider von der Handlung extrem unwahrscheinlich und schräg. Schade!
  • March, Ava: Convincing the Secretary [Amazon]
    Gayromance im historischen Gewand mit etwas Flagellation. War ganz nett, umgeworfen hat es mich jetzt nicht.
  • May, Tyler: Angel of Darkness [Amazon]
    Das Buch um einen blinden Vampir und seinen menschlichen Geliebten hat seine charmanten und sexy Momente.
  • Nacht, Clancy: Wyatt`s Recipe for Wooing Rock Stars [Amazon]
    Das Buch habe ich abgebrochen, weil ich zwischendurch die Lust dran verlor. Das lag aber nicht am Buch, eher an meiner Stimmung.


  • Reese, Jaime: A Mended Man [Rezension]:
    Zarte Liebe zweier gebrochener Seelen ...


  • Smith; T. M.: Dare to Hope [Rezension]
    Ein sanftes und zärtliches Buch über Freundschaft und Liebe ...
  • Walker, Aimee Nicole: Pefect fit (Buch 4 von Fated Hearts) [Amazon]
    Zwei eingefleischte Jungesellen verlieben sich ineinander, geben es aber nicht zu. Sie sind die besten Freunde des jeweils einen Teils eines Paares und aus verschiedenen Animositäten ergeben sich Schwierigkeiten und Eifersuchtsattacken. Nervig!

A Mended Man von Jaime Reese


Gelesen: A Mended Man von Jaime Reese (The Men of Halfway House Buch 4)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Erotische Taktrate: Niedrig, aber sensibel vorhanden
Schmelzfaktor: Tragisch schön
Eindruck in einem Satz: Zarte Liebe zweier gebrochener Seelen
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Police Detective Aidan ist schon eine ganze Weile in den Anwalt Jessie verliebt und dieser auch in ihn. Die beiden finden trotz der Bemühungen ihrer Freunde und Verwandten nicht zusammen und sind wahnsinnig scheu und vorsichtig im Umgang miteinander. In "A Mended Man" erfahren wir endlich, warum das so ist. Es hat natürlich etwas mit der Vergangenheit der beiden Männer zu tun. Als Jessie von einem alten Feind schwer zusammengeschlagen wird, weicht Aidan ihm im Krankenhaus nicht von der Seite und nimmt ihn nach der Entlassung in seinem Haus auf. Die Annäherung der beiden Männer geschieht sehr vorsichtig, dennoch sind Fortschritte zu verzeichnen, weil sich auch Aidan endlich öffnet. Die Liebesgeschichte wird sehr zart entwickelt. Das hat alles seine Gründe und das Schneckentempo nervt auch nicht, weil es dramturgisch Sinn macht.

Immer lauert der Feind um die Ecke und es kommt zu einem Showdown ...

Das Buch hat mich sehr berührt, allerdings muss ich gestehen, dass ich am Ende doch ein bisschen auf Schnellblättern umgestiegen bin, weil sich das Buch dann doch etwas zu sehr gedehnt hat. Die Story verlangt dem Leser schon einiges ab.
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The Rebellious Pet von Samantha Cayto


Gelesen: The Rebellious Pet von Samantha Cayto (Alien Slave Masters Buch 2)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Erotische Taktrate: Relativ hoch
Schmelzfaktor: Ein bisschen
Eindruck in einem Satz: Ein Sexsklave erntet Respekt und findet Liebe
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Joel wurde in Buch 1 als Teil einer Gruppe von den Travians gefangen genommen und an den Ingenieur eines Kriegsschiffes verschenkt. Anders als sein Mitgefangener Wid, der sich in den Captain verliebt hat, hasst Joel das Leben eines Sexsklaven und hat in Buch 1 fast Selbstmord begangen. Als der Ingenieur schwer krank wird und auf deine Raumstation gebracht wird, muss Joel ihm natürlich folgen. Die Gouverneurin der Station will nicht, dass er auf der Krankenstation "herumlungert" und verschenkt ihn an den Stationskommandanten. Arath ist so ganz anders als der Ingenieur. Er bemüht sich darum, dass Joel beim Sex auch seinen Spaß hat und stellt ihm einen Kadetten zur Seite, mit dem Joel sich anfreundet.

Joel findet sich nicht so ohne weiteres in sein Schicksal als "Pet" des Kommandanten ein, fängt aber an, dessen Zuwendungen zu genießen. Derweil erfährt er durch seinen neuen Freund viel über die Kultur der Travians, die äußerst vielschichtig und faszinierend ist. Da die Menschen kleiner sind als die Travians, kann er durch die Versorgungsschächte der Station kriechen. Bei einem seiner heimlichen Rundgänge hört er, dass nicht alle Travians so begeistert von der matriachialischen Regierungsform sind, wie die Männer immer behaupten. Aber kann er als Sklave, dem niemand glaubt, einen Anschlag verhindern?

In "The Rebellious Pet" erkennt mit dem Kommandanten Arath zum ersten Mal ein Travian, dass die menschlichen Pets es als Vergewaltigung empfinden, wenn sie als Sexsklaven dienen müssen. Der Autorin gelingt es doch tatsächlich, es der Leserin verständlich zu machen, weshalb bestimmt kulturelle Eigenheiten der Travians dazu führen, dass sie ihr Verhalten nicht als Gewaltakt erkennen. Ob und wie diese Erkenntnis sich bei den Travians durchsetzen wird, ist eine andere Frage, die vielleicht in Buch 3 eine Rolle spielen wird. Die Kultur der Travians stellt sich als sehr komplex heraus. Die Frauen überraschen auf eine sehr interessante Weise und bekommen in "The Rebellious Pet" einige gute Auftritte. Ob die Dankbarkeit der Gouverneurin Joel gegenüber dazu führen wird, dass er seine Freiheit geschenkt bekommt, bleibt ein bisschen offen. Jedenfalls steigt sein Ansehen. Das Ende bietet uns wieder ein "Happy für den Moment". Ich finde die Buchserie sehr spannend und warte auf weitere Teile.
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Montag, 16. Mai 2016

The only Option von Megan Derr


Gelesen: The only Option von Megan Derr
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: leicht
Erotische Taktrate: mittel
Schmelzfaktor: süß
Eindruck in einem Satz: Charmante Geschichte um einen verzweifelten Drachen, einen schroffen Necromancer und knuddelige, magische Haustiere
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Der erfahrene Necromancer Rochus weiß, dass die meisten Personen ihn als unheimlich empfinden. Seine Magie hat ihn körperlich verändert. Er ist halb lebendig und halb tot, was sich äußerlich an seiner blassen Hautfarbe und seinen dunkeln Zähnen zeigt. Deshalb ist er auch sehr überrascht, als sich der sexy junge Drache Tilo ihm praktisch an den Hals wirft. Einer Nacht der Leidenschaft folgt die bittere Enttäuschung. Tilo scheint Hintergedanken gehabt zu haben, denn er braucht dringend die magische Hilfe eines Necromancers. Zu diesem Zwecke fordert er bei der Königin eine alte Schuld ein, die Rochus dazu zwingt, Tilo zu heiraten.

Tilo braucht einen Magier, weil sein Reich von unheimlichen Wesen heimgesucht wird. Alle seine Bittbriefe an die Königin blieben unbeantwortet und so sieht er sich zu diesem Schritt gezwungen. Rochus ist persönlich enttäuscht, sieht aber ein, dass Tilo seine Hilfe braucht und folgt ihm in sein Tal. Dort kämpft er zusammen mit dem Drachen und seinen klugen Haustieren gegen die Gefahr. Tilo behauptet immer wieder, sich körperlich von Rochus angezogen zu fühlen, doch der vermutet lediglich Dankbarkeit hinter dessen sexuellen Avancen.

Necromancer ... hm ... das ist jetzt nicht so meines, dachte ich mir, als ich das Buch entdeckte. Dennoch sprach mich die Inhaltsangabe irgendwie an. Hin und wieder einmal vom Beuteschema abzuweichen, kann überraschend positive Ergebnisse zeigen. Ganz logisch ist der Plot allerdings nicht. Zwar wurden die Briefe von Tilo alle unterschlagen, aber als er persönlich bei der Königin vorstellig wurde, hätte er sie ja auch direkt um Hilfe bitten können. Stattdessen fordert er einen Ehemann. Na ja, darauf muss man sich einfach einlassen. Ganz so unangenehm ist die Ehe für Rochus im Prinzip nicht, weil Tilo sehr sexuell aktiv ist. Allerdings kann Rochus einfach nicht glauben, dass es bei Tilo mehr als Dankbarkeit ist.

Rochus hat vier Haustiere. Seinem Einhorn ohne Horn hat er einst das Leben gerettet, seine zwei Raben und seine Katze hat er kurz nach deren Tod wiedererweckt, bevor ihre Seelen fort waren. Er hängt an allen mit großer Liebe und die Tiere sind ihm ihrerseits treu ergeben und eifrige Helferlein in allen Lebenslagen. Das war sooo süß zu lesen.

Dass ein Drachen andere Schönheitsideale hat als Menschen und andere Wesen, versucht Tilo seinem widerwilligen Ehemann klar zu machen, stößt allerdings auf taube Ohren bei seinem Magier, der für seine Magie zu viel Persönliches geopfert hat und sich sein Leben als wohlhabender, aber einsamer Necromancer recht komfortabel in seinem Turm eingerichtet hat. Es bedarf schon ziemlicher Anstrengungen, bis Rochus endlich auftaut. Was dem jungen Tilo am Ende so einfällt, den schroffen Magier zu gewinnen, hat etwas Erfrischendes.
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Freitag, 13. Mai 2016

Greyscale - unverhofft von Aleksa Riley


Gelesen: Greyscale - unverhofft von Aleksa Riley
Sprache/Übersetzung: Deutsch/nein
Schwierigkeitsgrad: ---
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Süß
Eindruck in einem Satz: Eine bittersüße Liebesgeschichte mit einem Hauch Nutella
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Der junge, sommersprossige Scharfschütze Gerrit wird in Afghanistan angeschossen und gefoltert. Als seine Teamkameraden in finden, ist er mehr tot als lebendig. Zurück in Deutschland wird er im Krankenhaus gepäppelt und erhält Besuch von seinem sexy Brigadegeneral Olaf. Die beiden Männer fühlen eine überraschende Anziehungskraft füreinander, doch es gibt natürlich tausend Gründe, nicht darauf einzugehen.

Die Genesung von Gerrit dauert Monate, doch irgendwann darf er in die Kaserne zurück und seinen Dienst als Anführer seines schrägen Teams wieder aufnehmen. Die Willkommensparty bietet für Gerrit nicht nur positive Erlebnisse. Im Zuge der Ereignisse tut Gerrit unwissentlich etwas, was Olaf sehr verletzt. Als sich Gerrit die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bietet, stimmt er zu, Olaf nach Berlin zu begleiten, um ihm einen privaten Gefallen zu tun ...

Während Teil 1 der Reihe praktisch nur eine rudimentäre Liebesgeschichte bietet (eigentlich nur ein paar erotische Verwicklungen ohne wirklich Liebende), legt die Autorin in Teil 2 endlich ein klassisches Liebespaar vor, bei dem die geneigten Leserinnen richtig von Herzen mitfiebern können.

Im Kampf professionell agierend, wirken die Teammitglieder privat eher emotional unreif, wie Jungs, die sich gegenseitig auf eine etwas rüpelhafte Art necken. Da unterscheidet sich der Roman doch sehr von den SEAL-Team Büchern, die ich zu lesen pflege, bei denen die Sonderkommando-Soldaten eher taff und cool daherkommen. Mit ihren KSK-Soldaten setzt die Autorin gefühlsmäßig eine andere Note.

Auch wenn ich mir reale deutsche Generäle einfach nicht sexy vorstellen kann, hat mich die Liebesgeschichte gefangen genommen und berührt. Gerrit und Olaf gehen sehr humorvoll miteinander um und die heißen Szenen waren ... zisch ... heiß, heiß, heiß.

Kann man Wünsche anmelden? Dann wünsche ich mir mehr von Craig zu lesen, dem guten Freund von Olaf.
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Donnerstag, 12. Mai 2016

Safe of the Game von Avon Gale


Gelesen: Save of the Game (Teil 2 von Scoring Chances)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel
Erotische Taktrate: Relativ hoch für die Autorin
Schmelzfaktor: Ein bisschen
Eindruck in einem Satz: Unterhaltsam und sexy, aber auch etwas langweilig
http://amzn.to/1Op3hQw

Riley ist der Goalie (Torwart) der Jacksonville Sea Storms und vermisst seinen Kumpel Lane, der im ersten Teil die Hauptfigur war. Lane ist in die erste Liga aufgestiegen und an ein Team in Kanada verkauft worden. Die beiden haben noch regelmäßig Kontakt miteinander.

Aus Einsamkeit nimmt Riley den Spieler Ethan als Mitbewohner auf. Ethan kommt aus New York, hat einen New Yorker Akzent und ist ein recht munterer, gesprächiger Zeitgenosse. Während Riley ein sehr ernsthaft trainierender Eishockeyprofi ist, lässt es Ethan viel zu entspannt angehen. Ethan weiß selbst, dass er immer einen Fuß vor dem Rausschmiss steht. Er kann sich das Rauchen einfach nicht abgewöhnen und für das Joggen mit Riley ist es ihm meistens zu früh. Dennoch färbt ein Teil von Rileys Disziplin auf ihn ab.

Als Ethan sich einmal den Rechner von Riley ausleiht, um seine E-Mails abzurufen, schnüffelt er ein bisschen darauf herum und findet dessen Ordner mit Pornovideos. Darunter sind auch einige Gaypornos. Einer der Darsteller hat eine starke Ähnlichkeit mit Ethan und so fragt dieser sich natürlich, ob Riley in ihn verliebt ist. Das verwirrt ihn schon ein bisschen und Ethan fragt sich, wie er, der immer für die Schwulen in seiner Mannschaft eingetreten ist, damit umgehen soll. Ob es so sinnvoll ist, sich bei seinen Überlegungen mehrere Whiskeys reinzukippen? Jedenfalls kommt Ethan auf die Idee, auszutesten, ob ihm ein Kuss mit Riley gefallen könnte ...

Ich lese nie ein Buch aus dem "Genre" Young Adult oder New Adult oder wie auch immer diese Bücher mit den frisch in die Erwachsenenwelt entlassenen jungen Menschen heißen mögen, Bücher mit Kükenromantik halt. Natürlich ist "Save of the Game" nicht in diesem Genre einsortiert, aber in vielerlei Hinsicht könnte es dort hineinpassen. Riley und Ethan sind irgendwas unter fünfundzwanzig. Sie testen ihre neu erwachte gegenseitige Anziehungskraft wie Teenager aus, die sich lange Zeit nur mit Stoff dazwischen befummeln. Nicht, dass Ethan und Riley keine sexuellen Erfahrungen mit Frauen hätten. Miteinander fallen sie allerdings in die Experimentierphase zurück. Das ist lustig und auch erotisch zu lesen, birgt aber auch eine gewisse unfreiwillige Komik, wenn sie wirklich zu zaghaft miteinander umgehen. Irgendwann schaffen sie es aber doch und dann wird es sogar ein bisschen kinky.

Ich schreibe ja gelegentlich in die Rezensionen rein, dass ich keine Plots mit zu hochgeschraubten Dramen mag, wenn man sich also am Ende fragt, wie die Liebenden bei all der übertriebenen Tragik am Ende überhaupt zu einem Happy End kommen. Save of the Game ist das Gegenteil davon. Rileys Eltern gehören zu den reichsten Milliardären der USA und er hat folglich keinerlei Geldsorgen. Er leidet allerdings unter ihrer emotionalen Kälte. Es gibt einen Twist zu diesem Problem, der spannend hätte ausgebaut werden können, als plötzlich seine Schwester vor der Tür steht. Leider versickert das aufkommende Drama ungenutzt. Zu wenig Twists, bei denen einem vor Mitleid oder Spannung das Herz aufgeht, lassen ein Buch dann auch wieder langweilig erscheinen, wobei Riley und Ethan als Figuren sehr sympathisch sind. Aber nicht einmal ihre Gegensätzlichkeit: "Reicher und armer Boy verlieben sich ineinander" wird von der Autorin für herzergreifende Verwicklungen genutzt. Ja, das Thema wird angerissen, aber flugs wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Das Buch war unterhaltsam und sexy, es fehlte aber das Tüpfelchen auf dem I. Dennoch bleibe ich der Serie treu und warte voller Spannung auf Teil 4.
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Mittwoch, 11. Mai 2016

Power Play von Avon Gale


Gelesen: Power Play von Avon Gale
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittelschwer
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Schnuckelig
Eindruck in einem Satz: Wenn sexy Charme entwaffnend wirkt
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Ein von dem russischen Spieler Misha verursachter Unfall auf dem Eis beendete die Eishockey-Karriere des jüngeren Max, weil Max seitdem auf dem einen Auge nicht mehr so gut sehen kann. Da der Unfall aber eine Verkettung von unglücklichen Umständen war, gibt Max dem Russen auch nicht die Schuld daran. Misha dagegen macht sich bis in die Gegenwart noch Vorwürfe. Als Misha als Trainer und Max als dessen Assistent für die Spartanburg Spitfires engagiert werden, treffen sie nach Jahren wieder aufeinander. Beide bemerken, dass der Besitzer des schlechtestens Teams der Liga ihre gemeinsame Vergangenheit zu Marketingzwecken ausnutzen möchte. Sie zeigen sich stolz und verweigern eine öffentliche Auseinandersetzung.

Max ist eine Art fröhlicher All American Boy und der ältere Misha gibt sich als brütender, stoischer Russe. Max fröhliches Verhalten, was nicht etwa aufgesetzt ist, sondern seinem Naturell entspricht, taut Misha etwas auf. Max will endlich mit ihm über das Vergangene reden, um es endgültig abzuschließen, Misha möchte aber partout nicht reden und verschließt dem verdutzten Max den Kuss mit einem Kuss. Ha, ha - als wenn Max sich davon abschrecken lassen würde. Jetzt wird es erst so richtig spannend zwischen ihnen, denn seit einer Reise nach Mexico weiß Max, dass er bisexuell ist und verschließt sich dieser Seite von sich auch nicht.

In "Power Play" muss Misha die Vergangenheit überwinden und sich selbst verzeihen. Er versucht, Max auf Distanz zu halten, doch der charmante, manchmal etwas unbeholfene Kerl rückt immer näher. Nach und nach entblättert sich für den Leser, was Misha alles mit sich herumtragen muss. Das wird sehr ergreifend in Szene gesetzt, kommt aber ohne überzeichnetes Drama aus, ganz so, wie ich es mag.

Die Autorin arbeitet gelegentlich mit Zeitrafferszenen. Nicht jedes Spiel der Spitfires wird also ausführlich abgehandelt. Gott sei Dank!

Avon Gale hat einen besonderen Stil. Ihre Liebesszenen sind nicht so abgehoben und wurzeln in der Realität, wo im Bett auch mal etwas schiefgeht oder nicht alles gleich super toll empfunden wird. Dennoch stimmt die Chemie zwischen Max und Misha. Die Szenen sind schmelzend genug, um mein romantisch/leidenschaftliches Leserherz zu erfreuen.

Humor durchzieht das Buch, manchmal ist er mehr zu spüren, dann lugt er nur im Hintergrund heraus.

So, ich werde mir gleich Teil 2 der Serie kaufen (Scoring Chances), den ich bisher übersprungen hatte. Die Autorin gewährt und in einer kleinen Leseprobe einen kurzen Ausblick auf Teil 4, schreibt aber nicht dazu, wann er rauskommt. Haare rauf! Die Leseprobe ist nämlich total spannend.
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Dienstag, 10. Mai 2016

Shatter von Jocelynn Drake und Rinda Elliot


Gelesen: Shatter von Jocelynn Drake und Rinda Elliott
Sprache/Übersetzung: Englisch/zur Zeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Heiß
Eindruck in einem Satz: Heiße Liebe mit explosiver Handlung
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Shatter ist Teil 2 der Serie "Unbreakable Bonds" über die Freunde Lucas, Rowe, Snow und Ian.

In Shiver gelüstete es den Arzt Snow schon nach dem muskulösen Rettungssanitäter Jude, doch Snow fängt ja niemals etwas mit Personen in seinem Krankenhaus an.

Jude findet den arroganten und Befehle bellenden Chirurgen Snow einfach total heiß, wenn der seine Launen hat, während das übrige Klinikpersonal davon eher eingeschüchtert ist. Als eine wichtige Person aus Snows Umfeld bei einem Verkehrsunfall stirbt, ist es Jude, der "den General" mit dem "Anger Management Problem" auffängt.

Aber war der Unfall überhaupt ein Unfall? Die Schatten der Vergangenheit von Snow, Lucas, Rowe und Ian, die sie eigentlich schon besiegt zu haben glauben, verdunkeln erneut deren Leben.

Andrei aus Teil 1 versucht, seinen Platz im "Unbreakable Bond" zu finden und zwischen ihm und Lucas gibt es noch einen Haufen Klärungsbedarf. Die beiden sind sehr süß miteiander.

Snow droht, sich emotional zu verlieren, jemand versucht, seine Seele und sein Leben zu zerschmettern. Seine Freunde geben ihm Halt, aber es ist Jude, der ihn standhaft festhält, ihn an sich zieht und ihm durchaus auch körperlich zeigt, dass Widerstand zwecklos ist.

In Shiver wurde angedeutet, dass Snow es liebt, während des Sex` zu kämpfen. In Shatter wird dieses Bedürfnis allerdings ein bisschen abgemildert, als wenn die Autorinnen dem weiblichen Publikum nicht allzu viel zumuten wollten. Die Sexszenen zwischen Snow und Jude sind zweifellos heiß und beeinhalten eine gewisse Kraftausübung. Meine Erwartunghaltung, was in Snows Bett mit dem richtigen Partner alles passieren könnte, wurde allerdings nicht erfüllt. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, sie sind nämlich auf andere Weise sooo heiß, dass es dampft.

Die Bücher der Serie "Unbreakable Bonds" sind so aufgebaut, dass die Beziehung der Freunde untereinander im Prinzip einen eigenen kleinen Nebenplot ausmacht. So haben sie beispielsweise jeweils den Schlüssel zur Wohnung der anderen und kommen regelmäßig vorbei. Andrei und Jude verstehen es aber durchaus, ihre Positionen selbstbewusst zu behaupten.

In Shatter lernen wir auch den zerknautschten Polizisten Hollis Banner näher kennen, der den vier Freunden bei ihren Recherchen immer dicht auf der Spur ist. Hollis hält sich verdächtig oft im Restaurant von Ian auf, obwohl er sich mit seinem Gehalt das Essen in einem Luxusrestaurant eigentlich nicht leisten kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es im nächsten Band Torch um Hollis und Ian gehen wird. Ich glaube, ich lege mir schon einmal einen Taschentuchvorrat an, denn was bereits in Shatter über Ians schreckliches Schicksal ans Licht kommt, macht eine mögliche Liebe zwischen ihm und Hollis doch recht kompliziert.
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Shiver von Jocelynn Drake und Rinda Elliott


Gelesen: Shiver von Jocelynn Drake und Rinda Elliott
Sprache/Übersetzung: Englisch/zur Zeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Heiß
Eindruck in einem Satz: Heiße Liebe mit explosiver Handlung
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Es waren einmal vier Freunde namens Lucas, Snow, Rowe und Ian, die gingen einen unverbrüchlichen Bund ein ... Na ja, wie sehr die vier sich (platonisch) lieben, ist schon ein bisschen märchenhaft, aber sooo schön. Fast machte es mir noch mehr Spaß, die Bromance der Freunde zu verfolgen, als Lucas` heftig sich entwickelnde Liebe zu seinem Bodyguard Andrei ... aber nur fast.

Selfmade-Millionär Lucas wird auf dem Weg von einem Club nach Hause von vier Männern (es können auch drei gewesen sein) bedroht und zusammengeschlagen. Er soll ein bestimmtes Grundstück verkaufen, das er in einer heruntergekommenen Gegend erworben hat. Sein Freund Rowe, Eigentümer eines Sicherheitsunternehmens, "nötigt" ihm einen Leibwächter namens Andrei auf.

Zwischen Lucas und Andrei funkt es gewaltig, wobei Andrei sich bisher als hetero empfunden hat. Lucas ist durch seine schwere Kindheit und Jugend emotional lädiert und hat sonst nur One Night Stands. Andrei weckt in ihm aber den Wunsch auf Mehr. Während die beiden Männer umeinander herumtanzen, und das ist sehr heiß beschrieben, wird Lucas das Ziel mehrerer Anschläge. Rowe forscht fieberhaft nach Antworten. Schließlich ist es aber Andrei, der eine Schlüsselposition bei der Aufklärung einnehmen wird.

Shiver ist ein Buch, in dem die beiden Verliebten zwar hin und her gerissen sind, ob sie sich einander sexuell nähern sollen oder nicht. Ihre Gedankengänge dazu lesen sich aber ganz natürlich und kommen ohne künstliches Drama aus.

Die Action ist brutal und wird ausgiebig beschrieben. Lucas und Andrei müssen ganz schön was einstecken. Das Ende kommt mit einer gewissen ironischen Beiläufigkeit daher, passt aber gerade auch zu Lucas` emotionalen Defiziten, der sich in ein für ihn fremdes Terrain heranwagt. Das kann er nicht frei heraus sagen. Aber seine Handlungen sprechen eigentlich für sich.

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