Montag, 23. Mai 2016

His favorite Color is Blood von K. A. Merikan


Gelesen: His favorite Color is Blood von K. A. Merikan (Sex & Mayhem Book 8)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Gelegentlich werden unübliche Vokabeln benutzt, die man erst nachschlagen muss und selbst dann versteht man den Satz danach machmal nicht. Daher gerät der Lesefluss dann ins Stocken.)
Erotische Taktrate: Mittel
Schmelzfaktor/Eindruck in einem Satz: Spagat zwischen Dunkelheit und Anschmiegsamkeit
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Dass die Mitglieder des Motorradclubs Coffin Nails als Sargnägel bezeichnet werden, ist kein Scherz. Sie sind so gefährlich und kriminell, wie sie aussehen. Grim ist der schlimmste Auftragskiller des Clubs. Bei einem Auftrag findet er den Gefangenen Misha, einen amputierten Pornodarsteller für den etwas ... äh ... eigenwilligen Geschmack. Grim ist seit Jahren Fan von Misha, den er nur als Andrej kennt.

Misha ist Gefangener einer Organisation, die grauselige, perverse Sexvideos der schlimmsten Sorte ins Darknet stellt. Als er von einem furchterregenden, blutbespritzten Biker befreit wird, glaubt er, vom Regen in die Traufe zu kommen. Aber so blutdurstig Grim auch ist, er hat eine sanfte Seite, die er Misha zeigt. Kann es zwischen dem gebrochenen und verängstigten Gewaltopfer und dem blutrünstigen Killer mit dem Fetisch für Amputationen eine echte Liebe geben? Diese Frage erforscht das Buch "His favorite Color is Blood".

Im Buch bezeichnet sich Grim einmal selbst als Psychopath und da ist auch viel Wahres dran. Er ist aber durchaus in der Lage, seinen Blutdurst in Richtung der Feinde zu kanalysieren. Als jemand, der nach Liebe sucht, ist er wie "ganz normale" Männer, manchmal unbeholfen und sehr sehnsüchtig. Für ihn ist Misha der ideale Partner. Ihn zu verführen ist aber gar nicht so leicht.

Für Misha ist es keine Frage der Moral, sich dem Killer der Coffin Nails entziehen zu wollen. Der junge Mann hat schon so viel erleben müssen, dass er keine juristischen Bedenken hegt. Für ihn ist nur wichtig, dem Schmerz zu entkommen. Er kann sich nicht sicher sein, ob der gutausehende Grim nicht doch irgendwann die Beherrschung ihm gegenüber verliert. Also bleibt Misha vorsichtig, kann sich der Anziehungskraft andererseits aber auch nicht entziehen. Lieber will er sich selbst töten, als noch einmal der Sexsklave eines perversen Monsters zu sein. Es ist also an Grim, ihm zu beweisen, dass der zwar einen Kink hat, aber mehr in Misha sieht, als einen Fetisch.

Grim folgt durchaus einem moralischen Leitfaden, wenn es ums Töten geht. Wer sich auf die Buchserie einlässt, dem muss aber klar sein, dass ihre Charas sich jenseits eines juristisch korrekten Lebens bewegen und tief in der organisierten Kriminalität stecken. Sie sind da auch nicht zimperlich. Die Liebe von Misha und Grim ist gelegentlich zuckersüß. Die Romanze selbst ist also eher klassisch aufgebaut, findet aber eben in einem hoch gefährlichen und kriminellen Umfeld statt. Ich werde vielleicht nicht alle Bände der Buchserie lesen, aber ein zweites Buch befindet sich schon auf meinem Reader
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