Mittwoch, 11. Mai 2016

Power Play von Avon Gale


Gelesen: Power Play von Avon Gale
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittelschwer
Erotische Taktrate: Moderat
Schmelzfaktor: Schnuckelig
Eindruck in einem Satz: Wenn sexy Charme entwaffnend wirkt
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Ein von dem russischen Spieler Misha verursachter Unfall auf dem Eis beendete die Eishockey-Karriere des jüngeren Max, weil Max seitdem auf dem einen Auge nicht mehr so gut sehen kann. Da der Unfall aber eine Verkettung von unglücklichen Umständen war, gibt Max dem Russen auch nicht die Schuld daran. Misha dagegen macht sich bis in die Gegenwart noch Vorwürfe. Als Misha als Trainer und Max als dessen Assistent für die Spartanburg Spitfires engagiert werden, treffen sie nach Jahren wieder aufeinander. Beide bemerken, dass der Besitzer des schlechtestens Teams der Liga ihre gemeinsame Vergangenheit zu Marketingzwecken ausnutzen möchte. Sie zeigen sich stolz und verweigern eine öffentliche Auseinandersetzung.

Max ist eine Art fröhlicher All American Boy und der ältere Misha gibt sich als brütender, stoischer Russe. Max fröhliches Verhalten, was nicht etwa aufgesetzt ist, sondern seinem Naturell entspricht, taut Misha etwas auf. Max will endlich mit ihm über das Vergangene reden, um es endgültig abzuschließen, Misha möchte aber partout nicht reden und verschließt dem verdutzten Max den Kuss mit einem Kuss. Ha, ha - als wenn Max sich davon abschrecken lassen würde. Jetzt wird es erst so richtig spannend zwischen ihnen, denn seit einer Reise nach Mexico weiß Max, dass er bisexuell ist und verschließt sich dieser Seite von sich auch nicht.

In "Power Play" muss Misha die Vergangenheit überwinden und sich selbst verzeihen. Er versucht, Max auf Distanz zu halten, doch der charmante, manchmal etwas unbeholfene Kerl rückt immer näher. Nach und nach entblättert sich für den Leser, was Misha alles mit sich herumtragen muss. Das wird sehr ergreifend in Szene gesetzt, kommt aber ohne überzeichnetes Drama aus, ganz so, wie ich es mag.

Die Autorin arbeitet gelegentlich mit Zeitrafferszenen. Nicht jedes Spiel der Spitfires wird also ausführlich abgehandelt. Gott sei Dank!

Avon Gale hat einen besonderen Stil. Ihre Liebesszenen sind nicht so abgehoben und wurzeln in der Realität, wo im Bett auch mal etwas schiefgeht oder nicht alles gleich super toll empfunden wird. Dennoch stimmt die Chemie zwischen Max und Misha. Die Szenen sind schmelzend genug, um mein romantisch/leidenschaftliches Leserherz zu erfreuen.

Humor durchzieht das Buch, manchmal ist er mehr zu spüren, dann lugt er nur im Hintergrund heraus.

So, ich werde mir gleich Teil 2 der Serie kaufen (Scoring Chances), den ich bisher übersprungen hatte. Die Autorin gewährt und in einer kleinen Leseprobe einen kurzen Ausblick auf Teil 4, schreibt aber nicht dazu, wann er rauskommt. Haare rauf! Die Leseprobe ist nämlich total spannend.
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