Donnerstag, 12. Mai 2016

Safe of the Game von Avon Gale


Gelesen: Save of the Game (Teil 2 von Scoring Chances)
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel
Erotische Taktrate: Relativ hoch für die Autorin
Schmelzfaktor: Ein bisschen
Eindruck in einem Satz: Unterhaltsam und sexy, aber auch etwas langweilig
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Riley ist der Goalie (Torwart) der Jacksonville Sea Storms und vermisst seinen Kumpel Lane, der im ersten Teil die Hauptfigur war. Lane ist in die erste Liga aufgestiegen und an ein Team in Kanada verkauft worden. Die beiden haben noch regelmäßig Kontakt miteinander.

Aus Einsamkeit nimmt Riley den Spieler Ethan als Mitbewohner auf. Ethan kommt aus New York, hat einen New Yorker Akzent und ist ein recht munterer, gesprächiger Zeitgenosse. Während Riley ein sehr ernsthaft trainierender Eishockeyprofi ist, lässt es Ethan viel zu entspannt angehen. Ethan weiß selbst, dass er immer einen Fuß vor dem Rausschmiss steht. Er kann sich das Rauchen einfach nicht abgewöhnen und für das Joggen mit Riley ist es ihm meistens zu früh. Dennoch färbt ein Teil von Rileys Disziplin auf ihn ab.

Als Ethan sich einmal den Rechner von Riley ausleiht, um seine E-Mails abzurufen, schnüffelt er ein bisschen darauf herum und findet dessen Ordner mit Pornovideos. Darunter sind auch einige Gaypornos. Einer der Darsteller hat eine starke Ähnlichkeit mit Ethan und so fragt dieser sich natürlich, ob Riley in ihn verliebt ist. Das verwirrt ihn schon ein bisschen und Ethan fragt sich, wie er, der immer für die Schwulen in seiner Mannschaft eingetreten ist, damit umgehen soll. Ob es so sinnvoll ist, sich bei seinen Überlegungen mehrere Whiskeys reinzukippen? Jedenfalls kommt Ethan auf die Idee, auszutesten, ob ihm ein Kuss mit Riley gefallen könnte ...

Ich lese nie ein Buch aus dem "Genre" Young Adult oder New Adult oder wie auch immer diese Bücher mit den frisch in die Erwachsenenwelt entlassenen jungen Menschen heißen mögen, Bücher mit Kükenromantik halt. Natürlich ist "Save of the Game" nicht in diesem Genre einsortiert, aber in vielerlei Hinsicht könnte es dort hineinpassen. Riley und Ethan sind irgendwas unter fünfundzwanzig. Sie testen ihre neu erwachte gegenseitige Anziehungskraft wie Teenager aus, die sich lange Zeit nur mit Stoff dazwischen befummeln. Nicht, dass Ethan und Riley keine sexuellen Erfahrungen mit Frauen hätten. Miteinander fallen sie allerdings in die Experimentierphase zurück. Das ist lustig und auch erotisch zu lesen, birgt aber auch eine gewisse unfreiwillige Komik, wenn sie wirklich zu zaghaft miteinander umgehen. Irgendwann schaffen sie es aber doch und dann wird es sogar ein bisschen kinky.

Ich schreibe ja gelegentlich in die Rezensionen rein, dass ich keine Plots mit zu hochgeschraubten Dramen mag, wenn man sich also am Ende fragt, wie die Liebenden bei all der übertriebenen Tragik am Ende überhaupt zu einem Happy End kommen. Save of the Game ist das Gegenteil davon. Rileys Eltern gehören zu den reichsten Milliardären der USA und er hat folglich keinerlei Geldsorgen. Er leidet allerdings unter ihrer emotionalen Kälte. Es gibt einen Twist zu diesem Problem, der spannend hätte ausgebaut werden können, als plötzlich seine Schwester vor der Tür steht. Leider versickert das aufkommende Drama ungenutzt. Zu wenig Twists, bei denen einem vor Mitleid oder Spannung das Herz aufgeht, lassen ein Buch dann auch wieder langweilig erscheinen, wobei Riley und Ethan als Figuren sehr sympathisch sind. Aber nicht einmal ihre Gegensätzlichkeit: "Reicher und armer Boy verlieben sich ineinander" wird von der Autorin für herzergreifende Verwicklungen genutzt. Ja, das Thema wird angerissen, aber flugs wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Das Buch war unterhaltsam und sexy, es fehlte aber das Tüpfelchen auf dem I. Dennoch bleibe ich der Serie treu und warte voller Spannung auf Teil 4.
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