Montag, 16. Mai 2016

The only Option von Megan Derr


Gelesen: The only Option von Megan Derr
Sprache/Übersetzung: Englisch/derzeit nicht
Schwierigkeitsgrad: leicht
Erotische Taktrate: mittel
Schmelzfaktor: süß
Eindruck in einem Satz: Charmante Geschichte um einen verzweifelten Drachen, einen schroffen Necromancer und knuddelige, magische Haustiere
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Der erfahrene Necromancer Rochus weiß, dass die meisten Personen ihn als unheimlich empfinden. Seine Magie hat ihn körperlich verändert. Er ist halb lebendig und halb tot, was sich äußerlich an seiner blassen Hautfarbe und seinen dunkeln Zähnen zeigt. Deshalb ist er auch sehr überrascht, als sich der sexy junge Drache Tilo ihm praktisch an den Hals wirft. Einer Nacht der Leidenschaft folgt die bittere Enttäuschung. Tilo scheint Hintergedanken gehabt zu haben, denn er braucht dringend die magische Hilfe eines Necromancers. Zu diesem Zwecke fordert er bei der Königin eine alte Schuld ein, die Rochus dazu zwingt, Tilo zu heiraten.

Tilo braucht einen Magier, weil sein Reich von unheimlichen Wesen heimgesucht wird. Alle seine Bittbriefe an die Königin blieben unbeantwortet und so sieht er sich zu diesem Schritt gezwungen. Rochus ist persönlich enttäuscht, sieht aber ein, dass Tilo seine Hilfe braucht und folgt ihm in sein Tal. Dort kämpft er zusammen mit dem Drachen und seinen klugen Haustieren gegen die Gefahr. Tilo behauptet immer wieder, sich körperlich von Rochus angezogen zu fühlen, doch der vermutet lediglich Dankbarkeit hinter dessen sexuellen Avancen.

Necromancer ... hm ... das ist jetzt nicht so meines, dachte ich mir, als ich das Buch entdeckte. Dennoch sprach mich die Inhaltsangabe irgendwie an. Hin und wieder einmal vom Beuteschema abzuweichen, kann überraschend positive Ergebnisse zeigen. Ganz logisch ist der Plot allerdings nicht. Zwar wurden die Briefe von Tilo alle unterschlagen, aber als er persönlich bei der Königin vorstellig wurde, hätte er sie ja auch direkt um Hilfe bitten können. Stattdessen fordert er einen Ehemann. Na ja, darauf muss man sich einfach einlassen. Ganz so unangenehm ist die Ehe für Rochus im Prinzip nicht, weil Tilo sehr sexuell aktiv ist. Allerdings kann Rochus einfach nicht glauben, dass es bei Tilo mehr als Dankbarkeit ist.

Rochus hat vier Haustiere. Seinem Einhorn ohne Horn hat er einst das Leben gerettet, seine zwei Raben und seine Katze hat er kurz nach deren Tod wiedererweckt, bevor ihre Seelen fort waren. Er hängt an allen mit großer Liebe und die Tiere sind ihm ihrerseits treu ergeben und eifrige Helferlein in allen Lebenslagen. Das war sooo süß zu lesen.

Dass ein Drachen andere Schönheitsideale hat als Menschen und andere Wesen, versucht Tilo seinem widerwilligen Ehemann klar zu machen, stößt allerdings auf taube Ohren bei seinem Magier, der für seine Magie zu viel Persönliches geopfert hat und sich sein Leben als wohlhabender, aber einsamer Necromancer recht komfortabel in seinem Turm eingerichtet hat. Es bedarf schon ziemlicher Anstrengungen, bis Rochus endlich auftaut. Was dem jungen Tilo am Ende so einfällt, den schroffen Magier zu gewinnen, hat etwas Erfrischendes.
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