Dienstag, 21. Juni 2016

The Devil`s Ride von K. A. Merikan


Gelesen: The Devil`s Ride von K. A. Merikan
Sprache/Übersetzung: Englisch/ja, da: http://amzn.to/2g2AvPW
Schwierigkeitsgrad: Relativ einfach, manchmal kommen ungewöhnliche Vokabeln vor
Erotische Taktrate: Moderat, aber intensiv
Schmelzfaktor: Also die Liebesszenen können einen schon wegschmelzen lassen.
Eindruck in einem Satz: Ein süßer, selbstbewusster junger Mann wickelt den Vizepräsidenten und Verhörspezialisten eines kriminellen Rockerclubs um den kleinen Finger.
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Also ich glaube, ich habe mich in einem Kommentar bei Laberladen auf Facebook schon einmal zu dem Buch geäußert. Bevor ich das jetzt aber suche, schreibe ich die Rezension einfach noch einmal.

Tooth, der Vizepräsident und Verhörspezialist der Coffin Nails ist ein harter Knochen, dem vom Boss der Truppe die Aufgabe auf`s Auge gedrückt wird, auf dessen wiedergefundenen, nicht ehelichen Sohn aufzupassen. Der junge Luci riss nach dem Tod seiner Mutter aus. Die Coffin Nails finden ihn in einem Stripclub, wo er einer der Tänzer ist. Luci ist ein Überlebenskünstler. Es nervt ihn, dass sein Vater sich nun doch noch um ihn kümmern und ihn auf die Schule schicken möchte. Also will er wieder weglaufen. Das weiß Tooth in aller Härte, aber ohne Grausamkeit und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zu verhindern. Wenn Luci wieder etwas ausfrisst, wird er von Tooth bestraft. Da Tooth dem BDSM zugeneigt ist, fallen seine Strafen entsprechend aus. So bekommt Luci beispielsweise einmal etwas mit einem Lineal auf die Finger gehauen. Diese Strafen haben noch keinen sexuellen Charakter und sind so auch nicht gemeint. Dennoch fließt zwischen den beiden Männern schon eine gewisse erotische Energie. Luci findet den stoischen Tooth sofort ganz toll, Tooth dagegen hat sich unter Kontrolle und betrachtet Luci als den Sohn des Bosses für tabu.
Manchmal ist Luci absichtlich frech und fordert so eine Bestrafung heraus, die er in gewisser Weise genießt, weil er sich dann Tooth näher verbunden fühlt. Das Ganze hat etwas von Domestic Discipline, wie uns Laberladen in der dortigen Rezension vorstellt. Allerdings ist Luci kein verwirrter, junger Mann, sondern weiß ganz genau, was er will.

Während einer Bestrafung werden Tooth und Luci plötzlich von ihren Gefühlen zueinander überwältigt. Dadurch ändert sich ihre Beziehungsdynamik. Tooth kann Luci einfach nicht mehr widerstehen. Die Gründe dafür sind einerseits sehr komplex, andererseits reden sie da auch nicht ellenlang drüber. Ich fand diese Schlüsselszene wahnsinnig intensiv. In dem Buch bekommen wir nicht einfach nur profanes Pogeklatsche serviert, wir sehen zwei Männer, die sich trotz aller Unterschiede auf Augenhöhe begegnen und auch wirklich aufeinander eingehen. Irgendwie ist Tooth trotz aller Dominanz kein Dom und Luci ist kein Sub im Sinne der BDSM-Romanzen, die ich bisher gelesen habe (und die mich teilweise an diesen Stellen extrem gelangweilt haben). Tooth hat kein inneres Bedürfnis, Luci zu bestrafen. Da muss ihn Luci gelegentlich schon frech herausfordern.

Natürlich gibt es auch Gefahrenmomente in dem Buch, die Tooth eine Menge Arbeit bescheren und dem Leser zeigen, weshalb er den Namen Tooth trägt. Jemand versucht, Luci eine tödliche Falle zu stellen und seine Weigerung, zur Schule zu gehen, hat auch einen guten Grund.

Mich hat "The Devil`s Ride" begeistert.
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